3. Liga
Der FC Schlieren siegt mit Vater und Sohn Studer

Die Zuschauer auf dem Zelgli staunten nicht schlecht. Bei den Einheimischen lief Beat Studer auf. Beim 2:1 gegen Altstetten gab er ein Comeback als Spielertrainer und stand mit Sohn Jason auf dem Platz.

Beat Hager
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Topskorer Emanuele Preite trifft
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Jason Studer akrobatisch
Topskorer Emanuele Preite schirmt den Ball ab
Der FC Schlieren im Duell gegen Altstetten

Topskorer Emanuele Preite trifft

Roland Jaus

Der 43-jährige Beat Studer, ehemaliger NLA-Spieler des FCZ und Aarau, bildete mit Kevin Rodriguez die Innenverteidigung. «Ich wollte mit meiner Präsenz die nötige Ruhe ins Team bringen», erklärte Studer seinen Entschluss zum Comeback nach rund zweieinhalb Jahren.

Damit standen Vater und Sohn auf dem Platz – der 16-jährige Sohn Jason wurde in der Winterpause von den A-Junioren in die erste Mannschaft befördert. Mit zuvor einem einzigen Punkt aus den ersten Frühjahrsspielen blieben die ambitionierten Schlieremer klar hinter den Erwartungen zurück. Trotz der zuletzt ernüchternden Resultate stiegen die Gastgeber mit viel Elan in die Partie und dominierten. Nur mit viel Glück vermochten die Gäste einen frühen Rückstand zu verhindern.

Skore ausbauen

In der 23. Minute wurde Schlieren für seine Offensivbemühungen belohnt. Reto Schäfer flankte den Ball in die Mitte – Goalgetter Preite liess sich nicht zweimal bitten und traf mit einem satten Schuss unter die Latte. Die Limmattalern waren bestrebt, das Skore auszubauen und wussten unter der Regie von Captain Marc Salvato spielerisch zu gefallen. Nur sieben Minuten nach dem Führungstreffer bediente Preite mit viel Übersicht Salvato, der via Innenpfosten zum 2:0 traf.

Spielten die Gäste bis zu diesem Zeitpunkt harmlos auf, kamen sie noch vor der Pause aus heiterem Himmel zum Anschlusstreffer. Stefan Gloor preschte auf der rechten Angriffsseite vor, Daniel Widmer vollendete sein Zuspiel mit einem Absatztreffer. Trotzdem nahm sich Beat Studer zur Halbzeitpause vom Feld und übergab seinen Part an in der zentralen Abwehr an Reto Hässig, der allerdings später verletzt wieder ausgewechselt werden musste.

Unvermögen im Abschluss

Nach dem Anschlusstreffer glaubten die Stadtzürcher wieder an ihre Chancen und spielten unter der Regie von Albert Alijaj engagierter auf. Doch Unvermögen im Abschluss verhinderte für Altstetten den angestrebten Ausgleich.

Schlieren feierte einen glückhaften, aber nicht unverdienten 2:1-Sieg. «Mit der Leistung in den ersten 30 Minuten darf ich zufrieden sein. Doch nach dem Anschlusstreffer spielten wir wieder verunsichert auf. Dass wir dennoch gewonnen haben, stärkt unser Selbstvertrauen», sagte Studer.

Er atmete noch aus einem zweiten Grund auf: In der Schlussphase gab Souhel Muhi-Eddine nach achtmonatiger Verletzungspause infolge eines Kreuzbandrisses sein Comeback. Mit dem früheren Limmattaler Topskorer hat Studer mehr Möglichkeiten in der Offensive.