Fussball

«Der FC Oetwil-Geroldswil ist für mich ein Vorbild»

Businessman René Janz hat mit Oetwil-Geroldswil grosses vor.

Businessman René Janz hat mit Oetwil-Geroldswil grosses vor.

Seit vergangenem Donnerstag hat der Fussball-Club Urdorf einen neuen Präsidenten. Businessman René Janz übernimmt vom amtsmüden Sandro Agosti die Geschicke des 3.-Ligisten. Janz ist seit fünf Jahren in verschiedenen Funktionen im Vorstand tätig.

Seit vergangenem Donnerstag hat der Fussball-Club Urdorf einen neuen Präsidenten. Businessman René Janz übernimmt vom amtsmüden Sandro Agosti die Geschicke des 3.-Ligisten. Janz ist seit fünf Jahren in verschiedenen Funktionen im Vorstand tätig.

René Janz, darf man Sie zur Wahl beglückwünschen oder soll man Sie dafür bedauern?

René Janz (lacht): Hmm, das werden wir in den nächsten Wochen sehen. Auf jeden Fall fühle ich mich in diesem Augenblick geehrt, dem nach Aktiv-Mitgliedern grössten Verein im Dorf vorzustehen.

Sie begannen als kleiner Bub im FCU, spielten bei den Aktiven, den Senioren, sind im Vorstand für das Marketing verantwortlich und aktuell auch noch Trainer der Mannschaft 40+ . 

Ja, das kommt so hin.

Dann ist Ihr Engagement als Vereinspräsident nur die logische Konsequenz Ihrer Liebe zum FC Urdorf?

Ja, kann man so sehen. Ich gebe diesem Verein gerne etwas zurück für die zahlreichen schönen Jahre, die sich selbst im FC Urdorf erleben durfte.

Seit wann wissen Sie, dass Sie sich an der Generalversammlung zur Wahl stellen würden?

Über Weihnachten hatte ich ein paar ruhige Tage. Da habe ich mir erstmals Gedanken darüber gemacht. Und bin zum Schluss gekommen: Ja, ich machs.

Sie arbeiten als stellvertretender Geschäftsführer bei einer Firma in Wallisellen, haben eine Familie mit Kindern, die ihren Papi auch gerne mal sehen möchten.

Ich weiss, worauf Sie hinaus wollen.

Was erfreut ist Ihre Frau Kathrin, dass Sie sich nun noch mehr engagieren?

Sie war natürlich immer involviert gewesen. Ich darf sagen, dass Kathrin ein solches Engagement gut findet und mich dabei unterstützt. Und Sie steht voll und ganz hinter meiner Entscheidung. Meine Familie wird nie zu kurz kommen.

Blicken wir in die Zukunft. Wo sehen Sie die Baustellen im FC Urdorf?

Die Infrastruktur ist natürlich immer noch ein sehr grosses Thema.

Blättern wir kurz zurück: Im Herbst 2007, notabene just vor dem 40-Jahr-Jubiläum des Vereins, schickte das Urdorfer Stimmvolk den Bau eines Kunstrasens bachab. In drei Jahren ist der FCU 50-jährig. Mit oder ohne Kunstrasen?

Ein Kunstrasen wäre fantastisch, vor allem im Hinblick auf die intensive Arbeit mit unseren 200 Junioren. Aber, lasen Sie es mich folgendermassen formulieren: Wir geben uns beim FC Urdorf keinen falschen Illusionen hin, was einen Kunstrasen auf dem Chlösterli betrifft. Wir möchten aber die Bevölkerung in Urdorf von der Wichtigkeit eines solchen Projekts für unsere Jugend zu überzeugen versuchen.

Jahrelang war der FC Urdorf bei den Fussballklubs die Nummer 2 im Limmattal hinter Dietikon. Mittlerweile haben die Nachbarvereine gross investiert und dem FCU den Rang abgelaufen. Sind Sie einverstanden mit dieser Einschätzung?

Einverstanden. Aber ich hege da überhaupt keinen Neid. Im Gegenteil. Für mich ist der FC Oetwil-Geroldswil ein Vorbild, wie es laufen sollte. Auf dem Werd haben sie eine wunderbare Anlage, der Nachwuchs ist bestens aufgestellt und die 1. Mannschaft hat mit vorwiegend eigenen Spielern grossen Erfolg. Ich darf aber sagen, dass wir in Urdorf im Nachwuchs auch hervorragende Trainer haben, die einen sehr guten Job erledigen.

Die 1. Mannschaft macht Ihnen wohl weniger Freude. Der Fall in die 4. Liga ist nach der Vorrunde realistischer als eine schnelle Rückkehr in die 2. Liga.

Das Potenzial für eine erfolgreiche Rückrunde ist meiner Ansicht nach vorhanden. Ein, zwei Routiniers würden dem Team aber sehr gut anstehen. So oder so haben wir in Urdorf den Anspruch, da unten aus der Tabelle rauszukommen.

Ein Ärgernis ist die Gruppeneinteilung. Der FCU spielt in der zweiten Saison in der so genannten «Seegruppe» der 3. Liga. Was können Sie unternehmen, damit der Verband Ihren Verein nächste Saison wieder in die «Limmattaler Gruppe» mit Engstringen und Birmensdorf einteilt?

Ich werde zusammen mit Sandro Agosti das Gespräch mit dem Verband suchen. Wir wollen nächste Saison wieder Derbys in Urdorf sehen.

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