Dietikon

Der FC Dietikon streicht das Trainingslager in Ägypten

Trainer Goran Ivelj vertraut auf seinen Riecher und die Empfehlungen des Reisebüros.

Trainer Goran Ivelj vertraut auf seinen Riecher und die Empfehlungen des Reisebüros.

Das im ägyptischen Hurgada geplante Trainingslager ist dem Dietiker Trainer Goran Ivelj zu gefährlich. Nun sucht der FC Dietikon eiligst eine neue Destination, denn ins Trainingslager will man trotzdem. Spanien oder die Türkei wird es wohl werden.

Der Aufwand ist gross. Die Organisation eines Trainingslagers für ein Fussballteam mitsamt Anhang braucht Zeit. Die hat Goran Ivelj jetzt nicht mehr. Der Trainer des FC Dietikon muss eiligst eine neue Destination finden. Der FCD wollte sich eigentlich vom 18. bis zum 26. Februar im ägyptischen Tauchparadies Hurgada auf die Rückrunde in der 2.Liga interregional vorbereiten. «Die Gefahr angesichts der Unruhen ist zu gross. Auch das Reisebüro hat uns geraten, nicht nach Ägypten zu fliegen», sagt Ivelj.

Sicher ist sicher

Im nordafrikanischen Land ist seit kurzem ist das neu gewählte Parlament im Amt. Ein Jahr nach dem Sturz des Präsidenten Hosni
Mubarak sind Demonstrationen und gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den verschiedenen Interessengruppen und den Sicherheitskräften an der Tagesordnung. Zwar gehen weder das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) noch das Auswärtige Amt Deutschlands von einer erhöhten Gefahr für die Tourismusregionen aus, doch ist die Entwicklung der Lage kaum abzuschätzen.

Der FCD handelt also nach der Devise «sicher ist sicher». Nach demselben Leitsatz handelte vor einem Jahr der FC Zürich. Er reiste damals früher als vorgesehen vom Trainingslager in Tunesien nach Hause. Die Limmattaler wollen gemäss Ivelj dennoch wie geplant ins Trainingslager fahren. Als Ausweichdestinationen fasse er Orte in Spanien oder der Türkei ins Auge.

Schon wieder ein neuer Torhüter

Jüngst weilte das Fanionteam während eines Wochenendes im grenznahen Dornbirn (A). «Die Teambildung stand klar im Vordergrund», sagt Ivelj, der «wie alle Spieler» hell begeistert von der Stimmung gewesen sei. Nicht dabei war sein Weggefährte seit früheren Spreitenbacher Zeiten, Boris Dabic, auf den Ivelj grosse Stücke hält. Der begnadete Techniker habe den Trainer bezüglich seiner Disziplin «schwer enttäuscht», worauf der Spieler nun eine Denkpause eingelegt habe.

Neu in der Mannschaft ist Torhüter Shqiptar Hamdiu. Der 20-Jährige kommt aus Baden, wo er in der 1.-Liga-Vorrunde ein Spiel bestritten hat. «Er ist unsere Nummer eins», sagt Goran Ivelj. Notgedrungen, da der nach dem Abgang von Markus Würsten verpflichtete Dario Lombardi mittlerweile aufgehört hat, weil er sich gemäss Goran Ivelj auf den Job konzentrieren wolle.

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