Fussball
Der FC Dietikon kann doch noch verlieren

Nach acht Siegen in Serie zog der FCD wieder einmal den Kürzeren. Beim 1:3 gegen Muttenz befremdet der uninspierte Auftritt der Limmattaler. Trotzdem können sie aus eigener Kraft Wintermeister werden.

Raphael Biermayr
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Dietikons Luca Dimita (in Rot) beisst sich an der Abwehr (Hakan Gören) fest.

Dietikons Luca Dimita (in Rot) beisst sich an der Abwehr (Hakan Gören) fest.

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Am Ende herrschten im Dietiker Lager Ratlosigkeit und Selbstkritik. «Ich war selbst überrascht, wie schlecht wir gespielt haben», sagte beispielsweise Stürmer Zivko Cajic. Er erzielte gegen Muttenz zwar seinen zwölften Saisontreffer. Da dieser aber lediglich das 1:3 kurz vor dem Schlusspfiff bedeutete, war seine Bedeutung gering.

Die Überraschung war nicht der ersten Niederlage seit zwei Monaten geschuldet, sondern dem Auftreten der Limmattaler. Dieses weckte düstere Erinnerungen. Da war er wieder, dieser berechenbare, langweilige Fussball: mit langen Bällen in die Spitze und der Hoffnung auf einen gelungenen Abschluss oder einen Penaltypfiff.

Die so spielstarke Mannschaft unterforderte sich mit dieser Spielweise selbst und fand während der gesamten Spielzeit keinen Weg aus der Negativspirale.

Die Gäste hingegen zeigten, dass die drei aufeinanderfolgenden Siege zuvor kein Zufall waren. Sie spielten keck und diszipliniert. Loris Minning (3.), David Gubser (77., siehe Video) und Hakan Gören (85.) erzielten die Tore für die Baselbieter. Letzterer traf mit einem herrlichen Freistoss ins Lattenkreuz.

Trotz der Enttäuschung: Bei einem Remis im letzten Vorrundenmatch bei Schlusslicht Oerlikon/Polizei geht der FCD mit Sicherheit als Tabellenführer in die Winterpause.

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