Leader Dietikon kehrte mit den budgetierten drei Punkten vom Tabellenletzten Laufen nach Hause zurück. Das 1:0 war aufgrund der vorherigen Partien gegen die Baselbieter (6:3 und 7:0 im Cup) jedoch etwas mager. «Uns war schon bewusst, dass es kein Selbstläufer werden würde. Laufen spielte, auch aufgrund seiner Ergebnisse gegen uns, sehr defensiv. Das Ziel wurde jedoch erreicht», meint Trainer Goran Ivelj. Man habe die Spieler bereits am Montag auf den Gegner und die mutmassliche Defensivtaktik eingestellt, so Ivelj. Es galt intelligent zu spielen und ja nicht ungeduldig in die Offensive zu stürmen und Laufen so Freiräume für Konter zu gewähren.

Luca Dimita konnte nur mit Foul gestoppt werden

Das erst recht, weil das Heimteam in der einzigen Spitze, mit Ousmane Ndiaye, einen äusserst schnellen Mann besass. Einen Grund, bedingungslos anzugreifen, hatten die Gäste keinen. In der 6. Minute traf Verteidiger Ivica Cokolic vom Elfmeterpunkt. Dem Tor ging eine gute Aktion von Luca Dimita voraus. Er konnte nur mit einem Foul an einem möglichen Treffer gehindert werden. Vier Minuten nach der Führung hätte bereits der Ausgleich Tatsache werden müssen. Der Senegalese Ndiaye kämpft, trat pfeilschnell an, war aber im Abschluss extrem harmlos. In der 10. Minute wurde er vor dem Tor freigespielt und nach einer Körpertäuschung kam er alleine vor Joao Ngongo zum Abschluss – eine bessere Rückgabe wurde daraus. Es war dann erneut Dimita, der zweimal für Gefahr sorgte und einen Treffer knapp verpasste. Dass Angriffe durch die vielbeinige Mitte erfolgversprechend waren, bildeten die Ausnahme. Dietikon fand kaum Lücken in der gut stehenden Defensive der Baselbieter.

Status quo an der Tabellenspitze

Das Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel kaum. Im Gegenteil. In der 52. Minute zog Laufens Andreas Jeker von der linken Seite ab und es brauchte schon eine Reflexabwehr des sonst wenig beschäftigten Ngongo, um den Ausgleich zu verhindern. Die klarste Chance des Spieles hatte dann, wen wundert es, Dimita. In der 63. Minute setzte er mit einem Flugkopfball den Ball an die Latte. Trotz dieser Szene war es ein eher langweiliges Spiel mit vielen Unterbrüchen. Die Taktik und die unterschiedlichen Ziele der Trainer liessen kein Spektakel zu. «Wir hatten zwar genug Möglichkeiten, doch die drei Punkte standen klar vor der Höhe des Sieges.» Auch bei Standards konnten die Zürcher ihre körperlichen Vorteile nicht einbringen. Nachdem er zuletzt zweimal ausgewechselt wurde, zeigte Laufens Schlussmann Mathieu Chapuis mit einer starken Vorstellung auf. Da an der Spitze alles auch Red Star und Seefeld siegten, bleibt die Spannung bestehen.