Downhill
Der erfolgreiche Downhiller, bei dem es nicht nur bergauf geht

Mike Schär steht vor dem Wechsel von den Junioren in die Elite. Für den amtierenden U19-Schweizermeister ist dies ein grosser Schritt, den der Dietiker mit hartem Training und dem nötigen Selbstbewusstsein meistern will.

Cedric Heer
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Rène Schär/zvg

«Die Juniorenschonfrist ist im nächsten Jahr vorbei», weiss der Downhill-Fahrer Mike Schär. Die WM von vergangenem Wochenende in Hafjell/NOR bildete somit den Abschluss seiner Juniorenzeit. Mit Rang 31 ist der Dietiker aber alles andere als zufrieden: «Mein Ziel war es, in die Top 10 zu fahren. Mit diesem Ziel vor Augen und einem Sturz im Abschlusstraining habe ich mir selber zu viel Druck gemacht und war nicht so gelöst wie erhofft», erklärt der 18-Jährige.

Mentaltrainer verpflichtet

Schär, der bei den Junioren bereits drei Schweizer-Meister-Titel gewinnen konnte, sieht anhand der Leistungen an der WM dann auch gleich seine grössten Stärken und Schwächen: «Ich bin sehr ehrgeizig und habe das Ziel immer vor Augen. Dennoch oder gerade deshalb bin ich aber jeweils stets sehr nervös vor dem Start. Somit mache ich mir vieles schwieriger, als es eigentlich wäre.» Aus diesem Grund hat Schär für die Vorbereitung auf die neue Saison einen Mentaltrainer engagiert, der ihm helfen soll, den Druck besser zu verarbeiten.

Auch Vater René Schär, der seinen Sohn bestmöglich unterstützt, lobt den Ehrgeiz von Mike: «Er ist sehr pflichtbewusst, hat einen Trainingsplan und zieht diesen auch konsequent durch.» René Schär, der selbst aktiv in der Seniorenklasse fährt, beschreibt die Entwicklung von Mike als «explosionsartig». «Mike zeigte schon früh grosses Talent für diese Sportart – die Fortschritte in den letzten fünf Jahren sind enorm», sagt er stolz.

Bestmögliche Unterstützung

Mitverantwortlich für die Entwicklung von Schär ist auch sein Chef Andreas Jakob. Während des Weltcupbetriebes gibt es Phasen, an denen der angehende Fahrradmechaniker die ganze Woche unterwegs ist, weshalb er viel Zeit seiner Lehre verpasst. «Der Deal ist, dass ich die Zeit, die ich gefehlt habe, nach der Lehre nacharbeite. Über diese Unterstützung bin ich sehr froh», sagt Mike Schär.

Auf der Suche nach einem neuen Team

Einen neuen Support sucht Schär derweilen für die kommende Saison. Weil er im nächsten Jahr in die Eliteklasse wechseln wird, steht momentan die Suche nach einem neuen Team an. «Danach wird es wichtig sein, über den Winter gut zu trainieren, um noch stärker ins neue Jahr zu gehen», sagt Schär. Dementsprechend selbstbewusst sind seine Ziele für die nächste Saison: «Die Finalqualifikation bei der Elite – in Zahlen das Erreichen der Top 80 – sowie in den nationalen Rennen regelmässig in die Top 10 zu fahren.

Bedenken, dass es damit nicht klappen wird und seine Karriere ins Stocken gerät, hat Schär keine: «Es ist dasselbe wie vor einem Rennen: Der nötige Respekt muss sein, aber die Angst muss man ausblenden können – sonst beginnt man, Fehler zu machen.»

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