Eishockey
Der Eishockeynachwuchs sorgt für Stimmung

Die Bambini des EHC Urdorf zeigen am Abschlussturnier ihr bestes Hockey.

Markus Ronner
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Strahlende Urdorfer Kids.

Strahlende Urdorfer Kids.

Ronner

In der Eishockey-Nationalliga A spielen die «Grossen» momentan in den Playoffs. Beim Nachwuchs dreht sich im März auch alles um die Abschlussturniere. An insgesamt 4 Wettkampftagen treten im Weihermatt insgesamt 40 Mannschaften der Altersklassen Hockeyschule, Bambini, Piccolo und Moskito an.

Deutschschweiz in Urdorf

Am letzten Samstag wurden auf der Kunsteisbahn Urdorf die «Binis» aus der ganze Deutschschweiz und aus dem Vorarlberg begrüsst. Grosse Mannschaften wie der SC Bern, die ZSC Lions und die Rapperswil-Jona Lakers teilen sich die vollgestopften Garderoben mit dem EHC Laufen aus dem Baselbiet, dem KSC Küssnacht aus der Zentralschweiz und dem EHC Wetzikon und dem EHC Dübendorf aus dem Zürcher Oberland.

Ebenfalls nimmt der EHC Oberthurgau aus der Ostschweiz teil. Durch den EHC Palaoro Lustenau aus dem Vorarlberg bekommt das Turnier noch einen Hauch von Internationalität.

Frühes Erwachen

Um 06.30 Uhr treffen die ersten Spieler mit ihren Eltern und den Coaches ein. Es ist noch ruhig auf dem Weihermatt. Der Eismeister poliert die Spielfläche und die Parkplätze füllen sich langsam. 122 Kinder im Alter von 6-9 Jahren ziehen mit ihren grossen Taschen in die Garderoben.

Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Kids in diesem Getümmel von Protektoren, Stöcken, Helmen und Schlittschuhen sich für die Spiele bereit machen. Die meist gestellte Frage beginnt in der Regel mit «Wo sind mini Schoner...»

Auch die Helfer, alles Eltern der Gastgebermannschaft, sind fleissig am vorbereiten: Tee für die Spieler aufkochen, selbstgebackene Kuchen auftischen und natürlich das Spielfeld herrichten. Gespielt wird jeweils quer auf dem Eishockeyfeld mit 4 Mannschaften gleichzeitig. Es treten 4 gegen 4 Spieler mit einem Torhüter an.

32 Partien ausgetragen

Punkt 08.00 Uhr wird angespielt. Insgesamt werden 32 Begegnungen ausgetragen bis der Turniersieger erkoren werden kann. Die Spiele werden durch Kids von den älteren Altersklassen geführt, welche als Schiedsrichter auftreten. Jede Mannschaft bestreitet 6-7 Spiele an 20 Minuten. Das geht ganz schön in die Beine.

In den Pausen wird aber keinesfalls faul rumgehangen: Meist sieht man die Kinder Fussball oder Unihockey spielen oder ihre Kameraden auf dem Eis anfeuern. Lauthals werden alle Mannschaften von den Eltern, Freunden und Bekannten mit Schals und Spielerleibchen von der Tribüne her unterstützt.

Keine Geschenke

Auf dem Eis schenken sich die «Kleinen» nichts. Es wird um jeden Puck gekämpft und ab und zu kracht es ganz schön an der Bande. Auf die Frage, ob es denn Weh tue, kommt nur die Antwort: « Nein, nein, wir tragen ja eine gute Ausrüstung und Helme».

Für den Notfall steht trotzdem ein Team des Samaritervereins Urdorf an der Bande - glücklicherweise ohne Einsatz. Doch auch die Ausrüstung schützt nicht immer. Jim Vogel muss das Turnier vorzeitig aufgrund starker Knieschmerzen beenden. Er weicht aber bis zum Schluss nicht von der Seite seiner Mannschaft.

Nerven liegen blank

Das Turnier schreitet voran. Im grossen und im kleinen Final stehen der SC Bern Future gegen die Rapperswil-Jona Lakers und der EHC Palaoro Lustenau gegen den EHC Urdorf. Die Nerven liegen auf der Tribüne blank. Schlussendlich gewinnen die Jungs vom SC Bern verdient und der EHC Urdorf unter der Leitung vom Urgestein Guido Fluri belegen den hervorragenden 4 Rang.

«Riesige Schritte nach vorne»

«Das sind riesige Schritte nach vorne» beurteilt Fluri die Leistung seiner Mannschaft. Die Kids sind in den letzten Wochen zu einer Mannschaft zusammengewachsen: es sind nicht mehr nur Einzelaktionen, sondern es wird gepasst, geschossen und erste Ansätze eines Stellungsspieles sind erkennbar. «Bereits bei den letzten Turnieren in Herisau und Rapperswil war das spürbar, aber heute haben alle einfach Vollgas gegeben» meint Dani Rothenberger, der Assistenzcoach der kleinen Stiere.