Der EHCU mit Präsident Thomas Leimgruber hat es nicht einfach. «Der Nachwuchs ist da, momentan haben wir 35 Bambini, die bei uns trainieren», weiss Leimgruber.

Was fehlt? Das Eis. Unter der Woche haben die Urdorfer nur beschränkte Möglichkeiten zu trainieren, da sie nicht die Einzigen sind, die vom einzigen Eisfeld Gebrauch machen. So kam es vor Jahren zur Zusammenarbeit mit dem ZSC.

Ab dem 13. Altersjahr müssen die Urdorfer die heimische Anlage verlassen und in die Stadt übersiedeln. Das ist aber keineswegs einseitig, sondern eine Win-win-Situation. «Die älteren Spieler gehen nach Zürich, um bei den Aktiven mit zu spielen - es gibt einige Ex-Urdorfer, die nun Profis in der Organisation der ZSC Lions sind», erklärt Leimgruber.

Neben diesem Vorteil für Zürich besteht auch einer für Urdorf. Die Spieler können Sommertrainings bestreiten und es besteht die Möglichkeit, Spieler abzustellen für das Fanionteam in der 2. Liga. Trotzdem wünscht sich Urdorf ein eigenes Team zu Hause.
Der Gemeinderat hat getagt
Wenn man die Bambini betrachtet, könnte man meinen, sie werden ihres Talents beraubt. Hat doch der EHC Urdorf die Altersgenossen des ZSC mit 15:0 vom Eis gefegt. Schliesslich schafften es die Urdorfer auf den fünften Platz bei den unter Achtjährigen. Bern konnte sich den ersten Platz sichern mit überzeugendem Eishockey. Den ganzen Tag über standen Begeisterte an der Bande, um ihren Verein, respektive die eigenen Kinder zu unterstützen.

Was passiert aber in Zukunft mit ihnen? Die Gemeinderatsversammlung von gestern soll Licht ins Dunkel geben. «Es wird diese Woche noch entschieden, ob wir mehr Eiszeit bekommen», erzählt Leimgruber, «dann könnten wir eine Novizenmannschaft stellen.» Wäre das der Fall, wäre die Möglichkeit gegeben, dass die Bambini von heute in der ersten Mannschaft von morgen spielen könnten.

An Spielern würde es kaum fehlen: «Wir haben mit Dietikon und Affoltern grosse Einzugsgebiete, da lässt sich etwas machen,» sieht Leimgruber die Zukunft verheissungsvoll.