Was ist bloss mit dem EHCU los? War das Überzahlspiel in der Qualifikation noch das grosse Sorgenkind, trumpft er nun in dieser Disziplin gross auf.

Szenen aus dem 2.-Liga-Eishockeymatch Urdorf - Verzascatal

Szenen aus dem 2.-Liga-Eishockeymatch Urdorf - Verzascatal

Beim 3:1 gegen Rapperswil-Jona hatten die Limmattaler schon alle Treffer im Powerplay erzielt, beim 6:3 gegen Verzascatal liessen sie wieder deren drei folgen.

Auf Provokationen eingelassen

Urdorf war das tonangebende Team. Nach dem 3:1 durch Duttweiler (26.) schienen die Gastgeber auf Siegeskurs. Doch eine Massenschlägerei kurz danach brachte Emotionen ins Spiel - die Gastgeber liessen sich wieder einmal auf Provokationen ein und mussten in der 34. Minute den Ausgleich hinnehmen.

Es folgten Sticheleien hüben wie drüben sowie eine üble Szene: Nach einem (regulären) Monstercheck von Urdorfs Haas auf offenem Eis war die Stimmung aufgeheizt. Gianettoni gingen die Sicherungen durch: Er checkte Goalie Wassmer gegen den Kopf und musste unter die Dusche (47.). Damit hatten sich die Tessiner selbst der Fortführung ihrer besten Phase beraubt.

Dramatische Schlussphase

Im Schlussdrittel konzentrierte sich der EHCU wieder auf das Wesentliche. Haas, Studer und Brasser trafen bis zur 51. Minute. Das 6:3 war jedoch noch immer nicht die Entscheidung. Der überragende Einzelkönner De Gottardi erzielte in der 56. Minute binnen 27 Sekunden zwei Treffer.

Eine Minute später erkämpfte sich der erneut sehr auffällige Wigger den Puck hinter dem Tor und legte für Kunz auf, der mit dem siebten Tor alle Hoffnungen der Gäste endgültig zunichtemachte.

So viele Treffer haben die Urdorfer seit Dezember 2012 nicht mehr erzielt (8:4 in Zug). Eine Ansage für das nächste Spiel. Am Mittwoch gastiert St. Gallen auf der Weihermatt (20.10 Uhr).