Eishockey
Der EHC Urdorf erhält von den Dürnten Vikings eine Lektion

Die Limmattaler waren in der 2. Liga zum ersten Mal seit längerem wieder ohne jede Aussicht auf Zählbares. Gegen entfesselte Oberländer waren sie mit einem 2:5 noch gut bedient.

Raphael Biermayr
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Kein Durchkommen für Nicolas Landis (v.)
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Urdorf-Goalie Florian Wassmer ist unter Dauerbeschuss
Der EHC Urdorf erhält von den Dürnten Vikings eine Lektion
Sandro Duttweiler reklamiert
Tobias Landis (l.) sieht sich der Übermacht ausgeliefert
Terence Roth (r.) wird in Schach gehalten.

Kein Durchkommen für Nicolas Landis (v.)

Raphael Biermayr

Die Partie gemahnte im Startdrittel an die ersten der Saison auf der Weihermatt: intensiv, schnell, kurzweilig. Während der ersten sieben Minuten gab es nur gerade zwei Spielunterbrüche. Die Gäste waren den Limmattalern läuferisch überlegen, diese machten ihr Defizit durch Einsatz und Wille wett. In der 14. Minute reichte das nicht, als Alain Deubelbeiss den Puck spektakulär an EHCU-Goalie Florian Wassmer vorbei zum 0:1 ins Tor bugsierte.

Urdorf wird vorgeführt

Die routinegeschwächten Urdorfer - Heldner fehlte verletzt, Wiederkehr gesperrt - mussten in der Folge unten durch. Während sie nicht zulegen konnten, spielten sich die Gäste geradewegs in einen Rausch. Im Mittelabschnitt konnten sie beinahe nach Belieben walten. Das 0:2 durch Marcel Zaugg (25.) und das 0:3 durch Oliver Brunner (30.) waren die logische Konsequenz des Dauerdrucks. Vor dem dritten Treffer hatten die Gastgeber ihre bis dahin einzige Möglichkeit, kläglich vergeben von Thomas Wigger.

Glenn Huber mit Restausschluss

Gästegoalie Lorenzo Illien musste sich zeitweise sogar warmhalten, denn die letzten Minuten des Drittels brachte der EHCU in Unterzahl zu. Vorbildlich in diesem Zusammenhang: Nach der Fünf-Minuten-Strafe gegen Glenn Huber ging Dürntens Topskorer Kevin Holbe zu einem der beiden manchmal überforderten Unparteiischen, um diesen darüber aufzuklären, dass das Vergehen nicht absichtlich war, was man im Rapport festhalten solle.

Was immer sich die Limmattaler für den Schlussabschnitt vorgenommen hatten: Nach dem vierten Gegentor nach nur 69 Sekunden schien jeder Funke Hoffnung zerstört. Doch sie bewiesen einmal mehr, dass sie fast nie aufstecken. Nicolas Landis und Thomas Wigger brachten sie mit ihren Treffern zum 1:4 und 2:4 bis fünf Minuten vor Schluss wieder in Tuchfühlung. Näher kamen sie aber nicht mehr. Für den Schlusspunkt sorgten die Gäste in Überzahl.