Am Vorabend noch der strahlende Sieger gegen Bülach, war es rund 24 Stunden später mit der Urdorfer Herrlichkeit vorbei. «Der Mannschaft fehlte die Kraft – vor allem im Kopf. Da waren kein Spass und keine Leidenschaft zu spüren», konstatierte Trainer Dani Hüni nach dem 1:5 gegen Illnau-Effretikon zum Saisondebüt auf der heimischen Weihermatt. Den «Stieren» ging jeglicher Esprit ab, die Leistung im ersten Drittel wäre im bezahlten Eishockey unter die Kategorie «Arbeitsverweigerung» gefallen. Urdorf steigerte sich mit fortdauernder Spielzeit. Colin Wiederkehrs Anschlusstreffer zum 1:2 (26.) brachte kurz Hoffnung. Die Vorentscheidung fiel mit dem 1:4 in der 34. Minute.

«Ein Schlüsselspiel»

Hüni wertete diese Partie als Schlüsselspiel für den Weiterverlauf der Meisterschaft. Wer denkt, das sei nach vier Spielen zu früh, sei daran erinnert, dass die Qualifikation nur 14 Begegnungen umfasst, nach denen die Tabelle geteilt wird. Urdorfs Ziel ist ein Platz im oberen Tableau, also unter den ersten vier.

Es wäre allerdings verfehlt, nach dieser diskussionslosen Niederlage alles in Bausch und Bogen zu verdammen. «Gegen Bülach haben wir bewiesen, dass mit der richtigen Einstellung alles gelingen kann. Wir sind es nicht gewohnt, in so kurzer Zeit zwei Spiele zu machen, das hat man gemerkt», relativierte Hüni zu Recht, denn in Anbetracht der Tatsache, dass in der Gruppe jeder jeden schlägt, sich also keine klaren Tendenzen zeigen, sind die Aussichten für die Urdorfer auf einen Platz in der ersten Hälfte absolut intakt.

Am kommenden Samstag allerdings ist Druck angebracht. Mit dem Aufsteiger Glarus gastiert ein Gegner auf der Weihermatt, den man auf dem angepeilten Weg nach oben einfach schlagen muss.