Mit Affentranger, Grendelmeier und Zürcher waren gleich drei Spieler abwesend, die sich zuletzt ob ihrer guten Form erfreuen konnten. Doch auch diese Abwesenheiten hätten den HCDU nicht so sehr beeinträchtigen müssen, dass es gleich so ein deutliches Resultat absetzt. Die Limmattaler fanden nur in der ersten Halbzeit den Tritt, aber auch dann nicht immer.

Aufbäumen vor der Pause

Die Konzentration beim Einlaufen war hoch, die Stimmung gut. Die Spieler schienen motiviert, wollten dem Publikum etwas bieten. Zwar gehörte das erste Tor den Gästen, doch der HCDU war keineswegs verunsichert dadurch, das kam erst später. Im ersten Angriff konnte auch das Heimteam seinerseits auch bereits das erste Mal einnetzen, nach einem parierten Penalty durch Crippa ging es dann sogar in Führung. Es sollte die einzige im ganzen Spiel sein. Nach dem zweiten Treffer und dem Ausgleich Dagmersellens folgte eine Baisse. Die Limmattaler liefen immer wieder in den Abwehrriegel der Innerschweizer hinein und vertändelten viele Bälle leichtfertig. Bis zum nächsten Torerfolg mussten sich Mannschaft, Trainer und Fans fast zehn Minuten gedulden und dann fiel doch noch das dritte Tor, 3:6 der Spielstand nach zwölfeinhalb Minuten. In der Folge war es oftmals Luzi Tiefenauer, der einen durch die agile Abwehr fand, und mehrere sehenswerte Treffer bejubeln durfte. Ansonsten war der HCDU-Angriff oft ideenlos.

Aber auch in der Defensive konnten die Limmattaler keine gute Leistung abrufen. Die etwas offensivere 5-1-Deckungsvariante behagte ihnen nicht so. Immerhin war Crippa im Tor anständig aufgelegt und konnte sich einige Paraden notieren lassen. Eine gar mit einer Flugeinlage, als der Ball nach einem Luftduell plötzlich beim Dagmerseller Kreisläufer war und dieser das offene Tor vor sich hatte.

Kurz vor der Pause - der Rückstand betrug zeitweise fünf Längen - konnte der HCDU auf drei Treffer verkürzen und hielt somit den Schaden in Grenzen und machte sich Hoffnungen für die zweiten 30 Minuten.

Häller macht den Laden dicht

In den zweiten Umgang starteten die Schützlinge von Sedlacek und Dogru gut, sehr gut sogar. Zwar agierten sie kurz nach Wiederbeginn in Unterzahl, doch das hinderte sie nicht daran, bis auf einen Treffer heranzukommen. Urplötzlich war der einmal so sichere Vorsprung der Innerschweizer fast weg, aber eben nur fast. Als daraufhin der HCDU seinerseits in Überzahl spielen durfte, schien es, als hätte man dem Team den Stecker gezogen, es ging gar nichts mehr. Der TVD kam zu zwei Toren, der Drei-Tore-Vorsprung aus der Pause war wieder hergestellt.

Und den Stecker konnte niemand wieder einstecken, der HCDU verlor den Faden. Auch Spielerwechsel erbrachten nicht mehr die erhoffte Wirkung, der Gast aus Dagmersellen begann, davonzuziehen. Dies lag auch daran, dass Ramon Häller im Tor immer wieder glänzend parierte und seinen Vorderleuten immer mehr Sicherheit gab. Während des ganzen Spiels hielt der grossgewachsene Torhüter gefühlt die Hälfte aller Torschüsse und avancierte zu einer der tragendsten Figuren seiner Mannschaft

Der TVD kam mit guten Kombinationen und raffinierten Spielzügen immer wieder zu relativ einfachen Torerfolgen. Der HCDU konnte sich nicht mehr gross wehren, obwohl er wollte. Die 20:33-Niederlage schmerzt, so viel ist klar. Nun wollen die Limmattaler zeigen, dass sie fähig sind, die Nerven zu bewahren, wenn es wichtig wird. Wichtig ist das nächste Spiel vom Sonntag, 28. Februar in Einsiedeln. Dort wird man auf ein Team treffen, das sich im Aufwind befindet und schwer zu stoppen sein wird.

HDCU mit: Crippa / Katicic (n.e.); Beltrami, Biffiger (7), Burla (1), Caprani, Galli, Lohner (5), Polozani (1/1), Reymond (1), Tiefenauer (5), Wüthrich.