Die Gebrüder Redzepi gründeten vor vier Jahren den Beachsoccer Klub Illyrian aus Dietikon. Mittlerweile spielt das Team seit 2011 in der höchsten Schweizer Spielklasse, der Suzuki Beach Soccer League. Doch um ganz vorne mitspielen zu können, werden die Brüder noch einige Hindernisse überwinden müssen.

Letzte Saison schaute nach Ablauf der Spielzeit der zehnte Platz heraus. Dieses Ziel soll auch in diesem Jahr mindestens erreicht werden. Insgeheim hoffen die Redzepis jedoch auf einen Platz in den Top acht.

Das grösste Problem: die Finanzen

Das schwerwiegendste Problem sind die Finanzen. Zwar konnte der Klub einige Partner auf diese Saison hin gewinnen, es fehlt aber immer noch ein Hauptsponsor. Somit ist der finanzielle Spielräume nicht allzu gross.

Im Gegensatz zu den Spitzenteams der Liga, zu denen Illyrian in ein paar Jahren selbst gehören will, müssen die Spieler bei Dietikon einen Mitgliederbeitrag bezahlen und bekommen kein Geld für ihr Engagement.

Das heisst auch, dass sie gute Spieler zu anderen Klubs ziehen lassen müssen, die dort Geld verdienen können. Das wollen sie in Zukunft tunlichst vermeiden. Zusätzlich mussten sie ihre Trainings von Altstetten nach Birr verlegen, da der Platz dort günstiger vermietet wird, da es in Dietikon momentan keinen Trainingsplatz gibt.

Rama: Ein kluger Schachzug

Ein erstes Ausrufezeichen haben die Redzepis mit der Verpflichtung von Milaim Rama gesetzt. Letztes Jahr spielte der ehemalige Fussball-Nationalspieler nur ein, zwei Partien. Diese Saison sollen es mehr werden.

«Milaim Rama hatte mit den letztjährigen Spielen ein Versprechen bei uns eingelöst», erklärt Selami Redzepi, der Mitgründer und momentane Trainer bei Illyrian. «Für die kommende Saison ist er nun offiziell Spieler bei uns und wir hoffen auf ein paar gute Einsätze von ihm.»

Doch nicht nur spielerisch war diese Verpflichtung ein kluger Schachzug. Auf einmal war die ganze mediale Aufmerksamkeit in Dietikon.

«Um ehrlich zu sein, war dies genau unser Plan. Durch Rama sind wir in den Fokus der Öffentlichkeit geraten» sagt Rabit Redzepi, der andere Mitgründer. «So kann man das Interesse von potenziellen Geldgebern wecken.»

Ein eigener Trainingsplart soll her

Denn die Brüder haben ambitionierte Pläne. Nicht nur ein Trainingsplatz in Dietikon soll zustande kommen, sondern auch eine Frauenmannschaft wollen sie auf die Beine stellen. Zudem will man in die Juniorenabteilung investieren und eigene Juniorenteams gründen.

«Doch das sind längerfristige Pläne», sagt der Trainer zum Schluss. «Erst mal gilt die Konzentration der bevorstehenden Saison, die wir möglichst zufriedenstellend spielen wollen.»