Beachvolleyball
Der Ball, der Sand und der zweite Sieg

Manuel Eberle und Daniel Vega sind in der B1-Turnierserie die klaren Favoriten. Am Wochenende holten die letztjährigen Spieler der A-Tour in Balsthal den zweiten Sieg in Folge. Die beiden sind nach einem zögerlichen Saisonstart in Schwung gekommen.

Carla Stampfli
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Manuel Eberle (r.) holt mit Daniel Vega den zweiten B1-Beachturniersieg der Saison
Manuel Eberle (r.) holt mit Daniel Vega den zweiten B1-Beachturniersieg der Saison
Manuel Eberle
Manuel Eberle (r.) holt mit Daniel Vega den zweiten B1-Beachturniersieg der Saison

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Die Mittagssonne brennt, der Sand auf dem Beachvolleyballfeld des Schwimmbads Moos in Balsthal beginnt mehr und mehr zu stäuben. Soeben haben der Dietiker Manuel Eberle und der Oltner Daniel Vega den Halbfinaleinzug des B1-Turniers von Swiss Volley Region Solothurn geschafft. «In diesem Spiel war jetzt eine leichte Steigerung sichtbar», sagt Eberle lachend und Vega fügt hinzu: «Ausser einigen kleinen Fehlern haben wir gut gespielt. Langsam, aber sicher kommen wir in Schwung.»

Obwohl sich die beiden seit mehreren Jahren kennen, spielen sie erst die zweite Saison miteinander. «Bislang standen wir uns als Gegner auf dem Feld gegenüber. Ich war beeindruckt, wie gut Daniel spielte. Ich habe ihn dann angefragt und seit letztem Jahr sind wir gemeinsam auf dem Sand», erklärt der Dietiker. Dass sie harmonieren würden, stellte sich schon nach wenigen Wochen heraus: Das Ziel, auf der A3-Tour Fuss zu fassen, war schnell erreicht – mit den erzielten Punkten winkte bereits die höchste nationale Beachvolleyball-Turnierserie A1. In Folge spielten sie nicht nur auf der Piazza Grande in Locarno, sondern auch im Zürcher Hauptbahnhof, in Genf oder Basel. «2012 haben wir völlig befreit angefangen, denn wir kannten keinen Eigendruck. Es war eine super Saison und ich habe noch nie so viele A1-Turniere gespielt», sagt der 30-jährige Eberle, der zuvor während fünf Jahren mit einem anderen Partner auf der A-Tour mitmischte.

Gestärkt von den Resultaten nahm auch Daniel Vega im letzten Herbst die Hallensaison mit dem Erstligisten SV Olten in Angriff; im April feierte er den Aufstieg in die NLB. Weil sich die Volleyball-Meisterschaft dadurch hinausgezögert hat und nicht klar war, wie der Spielmodus der A-Beachtour sein würde, entschied sich das Duo, den Spassfaktor in den Vordergrund zu stellen. «Es war ein schönes Gefühl, vor etlichen Zuschauern zu spielen. Die Vorbereitung und die Beachtour sind jedoch mit viel Aufwand verbunden. Weil wir beide zu 100 Prozent arbeiten, ging es mit der Zeit an die Substanz», erklärt der 27-jährige Vega den Entscheid, heuer eine B-Lizenz zu lösen.

Obwohl sie als klare Favoriten gelten, lief es zu Beginn der Saison nicht wie gewünscht. «Wir hatten einen schlechten Start. Spielerisch gesehen hätten wir jedes Spiel gewinnen müssen. Manchmal sitzt aber die Ausführung noch nicht richtig», sagt Eberle. Vor zwei Wochen kam der Ball jedoch wieder ins Fliegen: In Jona feierten sie den ersten Turniersieg, der zweite folgte am vergangenen Wochenende. «Den Final haben wir klar gewonnen. Endlich haben wir ein gutes Spiel gezeigt», freut sich der Oltner. Der Sand ist warmgelaufen, die Saison in Schwung gekommen. Gut möglich, dass das «Hobby-Team» im nächsten Jahr für eine Überraschung sorgt und wieder in der höchsten nationalen Beachvolleyball-Turnierserie zu sehen ist.