Zentrumshalle Urdorf. Marcus Bischoff vom TTC Urdorf jubelt. Er hat gerade Stefan Vauthey aus Herzogenbuchsee in der Serie Herren C besiegt. «Ziel erreicht!», sagt er triumphierend in Anspielung auf seine Aussage, er wolle zumindest die erste Runde überstehen (Ausgabe vom 1. Februar). Das schafft er nun, nachdem er am Morgen in der SerieB noch gegen Thomas Blatter aus Wädenswil verloren hat. Bischoffs Enttäuschung hält sich ob dieser Niederlage aber in Grenzen: «Das habe ich schon erwartet.»

Bischoff tritt in zwei Klassen an: in derjenigen, der er von der Spielerstärke her zugeteilt ist, und in einer höheren. Die höhere ist in diesem Fall eben die Serie B. Warum er das macht, hat einen einfachen Grund. «Wenn man sich in zwei Kategorien anmeldet, hat man mindestens zwei Spiele», erklärt er. «Sonst fährt man unter Umständen nach einem Spiel wieder nach Hause, und einige kommen doch von sehr weit her.» Tatsächlich sind die Cracks aus der ganzen Schweiz angereist, einige aus Lugano. So können auch die nur drei gemeldeten Frauen immerhin mindestens zweimal antreten.

Ein Vorteil, der sich nicht auf die Anzahl der Teilnehmenden ausgewirkt hat. Zwar sind die Tische an diesem Nachmittag alle besetzt. Doch bei genauerem Hinsehen stellt sich heraus, dass es nur den Organisatoren zu verdanken ist, dass praktisch nie ein Tisch leer bleibt. «Man achtet natürlich darauf, dass es möglichst wenige leere Tische gibt», erklärt Bischoff. Auch wenn man im Vergleich zum Vorjahr gar leicht zulegen konnte: Generell ist das Feld kleiner geworden. «Früher, als wir noch über 200 Spielerinnen und Spieler hatten, dauerten die Spiele bis zum späten Abend», erinnert sich Bischoff. «Das wird jetzt bei 127 Teilnehmenden sicher nicht so sein.

Ans Aufräumen kann Marcus Bischoff schon nach seinem zweiten Spiel in der Kategorie D denken. Gegen Serafin Wellinger aus St. Gallen muss er seine zweite Niederlage an diesem Sonntag einstecken. «Ich habe nicht gut gespielt», meint er kurz zum Spielverlauf. Und im Gegensatz zum Ausscheiden in der Serie B ärgert er sich diesmal: «Das war ein Gegner, der in meiner Reichweite lag.» Allerdings habe er sich auch nicht richtig konzentrieren können, wie er das im Vorfeld schon prophezeit hatte. «Ich weiss nicht, warum», sagt er und zuckt mit den Schultern, «aber ich denke bei diesem Turnier ständig an andere Dinge, weil ich ja in die Organisation involviert bin.»

Am Ende des Tages hat kein einziger Spieler aus der Region – weder vom TTC Urdorf noch vom TTC Dietikon-Weiningen – den Sprung aufs Podest geschafft. Einzig Zoran Malenovic von Dietikon-Weiningen ist bei den Herren E bis ins Viertelfinale gekommen. Im Vorjahr hatte es sein Vereinskollege Peter Matt bei den Herren C als bester Limmattaler in den Halbfinal geschafft, ebenso wie bei den Frauen Denise Schlumpf aus Urdorf, die allerdings dafür nur eine Partie zu bestreiten brauchte, sowie das Doppel mit Raphaël Buck vom TTC Dietikon-Weinigen und Willi Hauser aus Spreitenbach.