Fussball
Das Zauberwort heisst Veränderung: Optimismus bei den Schlieremer Frauen

Patrizia und Isabelle Dreyer blicken positiv in die Zukunft der Schlieremer NLB-Frauen. Vor allem vom neuen Trainer Robert Tonic sind die Schwestern bereits jetzt begeistert.

Jessica Widmer
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Freuen sich auf die kommende Saison unter neuem Trainer: Patrizia (links) und Isabelle. Jessica Widmer

Freuen sich auf die kommende Saison unter neuem Trainer: Patrizia (links) und Isabelle. Jessica Widmer

Veränderung. Das hat es bei den Schlieremer NLB-Frauen auf die neue Saison hin definitiv gebraucht. Sie kam auch und zwar mit dem neuen Trainer Robert Tonic, der keinerlei Erfahrungen im Frauenfussball mitbringt. Nur Positives zum neuen Coach können die Schlieremer Urgesteine Isabelle und Patrizia Dreyer bisher berichten. «Gegen Ende der Saison hat es bei uns im Team nicht mehr gegeigt. Ich war kurz davor, die Fussballschuhe an den Nagel zu hängen. Eine Veränderung war dringend nötig», erzählt Isabelle Dreyer, «Das ganze Team profitiert nun davon. Es hat sich einiges geändert. Und das ist auch gut so.»

Dazu gehört vor allem das Training. Neben intensiveren und besser strukturierten Trainingseinheiten habe sich aber auch die interne Informationspolitik stark verbessert. «Wir bekommen fast täglich eine E-Mail vom Trainer mit Infos zum nächsten Training. Neuigkeiten und Veränderungen werden sofort kommuniziert.»

Neue Motivation im Team

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Motivation aufseiten des Trainers, wie auch die des Teams. «Ich denke, das bedingt sich gegenseitig. Aber seit dem Trainerwechsel hat sich die Stimmung innerhalb der Mannschaft verbessert. Natürlich müssen wir auch in dieser Hinsicht noch viel daran arbeiten, aber wir sind auf gutem Weg», sagt die ältere der beiden Schwestern, Patrizia Dreyer. Beide geben zu, dass es in der vergangenen Saison auch oftmals an ihrer eigenen Motivation gelegen habe. Nun haben sie mit Tonic einen motivierten aber auch kritischen Trainer an der Seitenlinie.

Unvoreingenommen in den Trainings

Dass Tonic bisher nichts mit dem Frauenfussball zu tun hatte und keine der Spielerinnen vorher kannte, habe nur positive Seiten, sagt Isabelle Dreyer: «Er betrachtet jede von uns unvoreingenommen. Wenn jemand einen Fehler macht, dann spricht er diejenige sofort darauf an und erklärt, wie man es besser machen kann.»

Somit bietet der Trainer alles, was es braucht. Nun ist es an den Spielerinnen, die neuen Impulse umzusetzen. In der vergangenen Saison gab es des Öfteren intern Reibereien und Meinungsverschiedenheiten. Dies wollen die Dreyer-Schwestern und ihre Mannschaftskolleginnen in der kommenden Spielzeit vermeiden. Die Freude am Fussball soll ab jetzt überwiegen und alle Unstimmigkeiten verdrängen.

Auftakt schon am Samstag

Bereits am Samstag muss sich die Truppe von Trainer Robert Tonic beim Saisonauftakt gegen den Tessiner Aufsteiger AS Gambarogno beweisen. Das Saisonziel ist es einmal mehr, die Aufstiegsrunde zu erreichen. Dafür müssen die Schlieremerinnen aber mindestens den zweiten Tabellenplatz belegen. «Das Potenzial ist seit mehreren Jahren da, wir müssen es einfach endlich schaffen, dieses auch auszuschöpfen», so Patrizia Dreyer. «Wichtig ist, dass dieses Team ein Wir-Gefühl bekommt. Gelingt uns das, ist alles möglich.»

LiZ Saisontipp: 3. Platz