Eishockey
Das Wochenende der Vorentscheidung wartet auf den EHC Urdorf

In zwei Matches innert 24 Stunden können die «Stiere» dem vorzeitigen Verbleib in der 2.Liga einen grossen Schritt näher kommen.

Raphael Biermayr
Merken
Drucken
Teilen
Sebastian Hauser (Mitte) ist in der laufenden Saison zu einem wahren Captain gereift. Quelle: bier

Sebastian Hauser (Mitte) ist in der laufenden Saison zu einem wahren Captain gereift. Quelle: bier

Es ist vielleicht ein Karriererekord: Sechs Matches in Folge sass Sebastian Hauser nicht mehr auf der Strafbank. Für einen Aggressivleader und Verteidiger seines Zuschnitts ist das eine erstaunliche Zahl. Eine Zahl, die verdeutlicht, dass der EHC Urdorf weiter ist als er es in den letzten zehn Jahren jemals war. Hauser ist als Captain ein würdiger Indikator. Der 29-Jährige hat seine Rolle endgültig gefunden. Vorbei sind die Zeiten, in denen er als hinterster Mann und nicht selten ohne Anlauf zu Dribblings ansetzte. «Das liegt in der zweiten Liga einfach nicht mehr drin», weiss er.

Er und seine Teamkollegen haben es selbst in der Hand, damit Hauser auch in der kommenden Spielzeit nicht in offensive Versuchung kommt. In der Doppelrunde vom Samstag gegen Küsnacht (20 Uhr, Weihermatt) und vom Sonntag in Rapperswil-Jona (20.15 Uhr, Diners Club Arena) kann die Vorentscheidung fallen im Kampf um den direkten Klassenverbleib: Die Teams auf den Plätzen elf und zwölf bestreiten eine Abstiegsrunde mit dem Letzten der Gruppe2, die restichen Mannschaften sind gerettet oder für die Playoffs qualifiziert (die ersten vier).

Für das letzte Drittel der Qualifikation können die Limmattaler mit einem Schub an Potenzial rechnen. Möglich macht das einerseits die bevorstehende Rückkehr der verletzten Thomas Heldner, der zuletzt Mitte November mittat, und Raphael Studer, der erst ein Match bestreiten konnte. Letzterer gab kurz vor Weihnachten im 4.-Liga-Derby gegen die Limmattal Wings sein Comeback auf dem Eis und steuerte beim 17:1-Erfolg vier Tore und zwei Assists bei. Andererseits hat im vergangenen Spiel in Biasca mit Adrian Casutt ein weiterer Routinier sein Comeback gegeben. «Mit diesen Spielern sind wir noch gefährlicher. Ich glaube, wir gewinnen noch Matches, die uns keiner zutraut, weil wir unterschätzt werden», sagt Captain Hauser. Droht im Umkehrschluss nicht, dass die Urdorfer selbst vermeintlich leichtere Aufgaben unterschätzen, wie jene an diesem Wochenende? «Auf keinen Fall», ist sich Hauser sicher, «jeder weiss, was es in diesen beiden Spielen geschlagen hat.»