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Das Warten auf den Spitzenkampf-Klassiker hat ein Ende

Schenken sich nichts: Schlieren (Pierre Gattiker, in Gelb) und Birmensdorf (Markus Würsten).bier

Schenken sich nichts: Schlieren (Pierre Gattiker, in Gelb) und Birmensdorf (Markus Würsten).bier

Am Sonntag steht das meisterwartete Spiel der 3.-Liga-Saison auf dem Programm: Der Leader FC Schlieren misst sich mit dem FC Birmensdorf. Dabei könnten die Schlieremer bereits eine erste Vorentscheidung herbeiführen.

Birmensdorf gegen Schlieren. Eine Partie, die immer elektrisiert: ein Treffen vieler ehemaliger Mannschaftskollegen; die Erinnerung von Schlieren-Trainer Antonio Caputo an eine schmerzhafte Trennung; der Schubs-Vorfall von 2012. Diesmal kommt eine sportliche Komponente hinzu: Zweiter gegen Erster. Drei Punkte trennen Leader Schlieren vom einzigen Verfolger Birmensdorfer. Es geht in dieser Partie auch um den Aufstieg, wenigstens indirekt. Gewinnt Schlieren, beträgt der Vorsprung bereits sechs Zähler (dank der tieferen Strafpunkte ist man zusätzlich im Vorteil) und das Selbstvertrauen ist grenzenlos. Gewinnt Birmensdorf, ist das Momentum auf seiner Seite. Der Sonntag (10.15 Uhr, Breite) bringt die Antworten.

Ausfälle weggesteckt

Mit dabei, aber scheinbar nicht ganz mittendrin bei den beiden Teams sind die Torhüter. Denn alles spricht von den offensiven Fähigkeiten der beiden Mannschaften, die sich nach 14 Spielen auch ein Rennen darum liefern, wer zuerst das 50. Saisontor erzielt. Birmensdorfs Markus Würsten weiss seinen Wert im Team einzuordnen: «Wir haben eine Achse, zu der ich auch gehöre.». Als Ordner der Dreier-Abwehr ist der 30-Jährige nicht zu überhören. Der Schlussmann mit 1.-Liga-Erfahrung fühlt sich wohl im FCB, ungeachtet der Liga und der bescheidenen Infrastruktur. «Wir haben hier etwas Starkes aufgebaut und wollen den nächsten Schritt machen», hält er fest. Warum sieht Würsten sein Team am Sonntag im Vorteil? «Wir sind die bessere Mannschaft und treten geschlossener auf», sagt der Kaufmännische Angestellte. Die jüngsten Ausfälle von Franyov und Topskorer Petrovic hätten das Team noch näher zusammengebracht.

Das Glück beanspruchen

Die Geschlossenheit führt auch Würstens Antipode Michael Angstmann als Argument für den Sieg ins Feld. «Nehmen wir das Vorrundenspiel gegen den Birmensdorfer: Sie waren überlegen, wir gewannen glückhaft (1:0, Anm. d. Red.). Heute aber sind wir viel weiter. Das kann den Ausschlag für uns geben», erklärt der Ex-Birmensdorfer, der deutlich vorsichtiger ist in seiner Ansage als sein Gegenüber. Der 29-jährige Akkordmaurer hat aus der Vergangenheit gelernt, als Schlieren am Ende enttäuscht dastand. «Wir brauchen, wie bis jetzt, das nötige Glück, um oben zu bleiben», sagt er.

Beide Torhüter sind sich einig, dass dieses Match nicht allein über den Aufstieg entscheiden wird. Der grössere Druck liegt allerdings auf dem Verfolger. «Wenn Schlieren gewinnt, ist es allerdings schon sehr im Vorteil. Auch ein Unentschieden würde uns nicht zufriedenstellen», sagt Markus Würsten.

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