Triathlon

Das Tri Team Limmattal wartet noch auf einen WM-Starter

Der Altstetter Mario Lopes hat es zweimal aufs Podest geschafft.

Der Altstetter Mario Lopes hat es zweimal aufs Podest geschafft.

Die Saison des Tri Teams Limmattal (TTL) stand wegen der vielen Auslandstarts unter dem inoffiziellen Motto «Weltenbummler». Von Bummeln kann aber keine Rede sein: Die Athleten überzeugten in der ersten Saisonhälfte mit einigen Podestplätzen.

Herausragend war dabei der Sieg der Stadtzürcherin Désirée Schriber am erstmals ausgetragenen Halbdistanz-Ironman Berlin (1,9 km Schwimmen, 90 km Velo, 21,1 km Laufen) in der Altersklasse der 25- bis 29-
Jährigen. In 4:59,25 Stunden lief sie durchs Ziel und hatte damit das Ticket für die Weltmeisterschaften in Las Vegas in der Tasche.

Gemäss Vereinspräsidentin Karen Kleiner habe Schriber darauf verzichtet. Sie hoffe auf eine Qualifikation für das nächste Jahr. Die kann sie sich bereits mit einem ähnlich starken Resultat am Ironman Zell am See im kommenden September sichern.

Knapp an der Qualifikation für die WM über die Ironman-Volldistanz (3,8 km, 180 km, 42,2 km) gescheitert ist Barbara Kuster. Die 11:58,34 Stunden am Rennen im fernen Brasilien reichten zwar für den zweiten Platz (Altersklasse 50 bis 54), doch nur die Siegerin darf nach Hawaii. Aller Voraussicht nach wird sie keinen Wettkampf mehr bestreiten, der für die Qualifikation für die diesjährige WM infrage kommt.

Gleich zweimal auf dem Podest stand der Altstetter Mario Lopes an Kurzdistanzwettbewerben (500 m, 20 km, 5 km). In Spiez finishte er als Zweiter, in Zug als Dritter. Am vergangenen Wochenende in Kitzbühel war die Rangierung im Sprintdistanzwettkampf (750 m, 11,6 km, 2,6 km) nebensächlich: «Angesichts einer Steigung von über 20 Prozent auf der Radstrecke ging es Mario darum, es ins Ziel zu schaffen», erklärt Präsidentin Kleiner. Sozusagen als Belohnung für das Erreichen seines Vorhabens hielt der TTL-Athlet einen Schwatz mit Profi Sven Riederer, der Dritter wurde.

In Zug stand auch der Urdorfer Jürg Mallepell auf dem Treppchen. Über die olympische Distanz (1,5 km, 40 km, 10 km) gewann er Bronze in der Altersklasse 55 bis 64 Jahre. Der Altmeister gab kürzlich in Frankfurt sein Comeback über die Volldistanz - neun Jahre nach seinem Start auf Hawaii. Trotz Bienenstich neben einem Auge und weiteren Misslichkeiten wurde er in 10:34:09 Stunden Sechster seiner Altersklasse.

Seine starke Frühform nicht nutzen konnte hingegen Max Schneble. Der Kilchberger, der im März in Abu Dhabi finishte, verletzte sich. Das, und der Abbruch des Ironman Rapperswil-Jona waren gemäss Karen Kleiner die Wermutstropfen der bisherigen Saison.

Die zweite Saisonhälfte wird am letzten Juli-Wochenende in Zürich eingeläutet. Am Samstag stehen die Züri-Triathlon-Serien auf dem Programm, bevor tags darauf der Ironman über die Bühne geht. Das Tri Team Limmattal wird mit insgesamt zehn Teilnehmern vertreten sein.

Sollte auch dieses Jahr ein Mitglied an der Halbdistanz- oder Volldistanz-Ironman-Weltmeisterschaften starten, wäre das die Krönung einer schon jetzt ansprechenden Saison.

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