Tischtennis
Das Tischtennisturnier in Urdorf ist ein hartes Pflaster für Einheimische

Die Lokalmatadoren wie Markus Bischof starten am Sonntag in der Zentrumshalle aus der Rolle der Aussenseiter.

Annemarie Keusch
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Auch zu Hause kreisen die Gedanken von Markus Bischof oft um Tischtennis.

Auch zu Hause kreisen die Gedanken von Markus Bischof oft um Tischtennis.

Annemarie Keusch

Das Tischtennisturnier in Urdorf blickt auf eine lange Geschichte zurück. «Zum 45. Mal organisieren wir diesen Wettkampf bereits», erklärt Peter Voigt vom OK. Am traditionsreichsten Turnier der Schweiz haben die Urdorfer Spieler nicht allzu grosse Ambitionen - ihr Können ist vor allem hinter den Kulissen gefragt. «Alle Vereinsmitglieder helfen bei der Durchführung des Turniers mit. «Da ich sowieso vor Ort sein werde, werde ich gleich mitspielen», sagte etwa Markus Bischof.

Der 31-jährige Deutsche ist seit fünf Jahren im TTCU. Tischtennis ist seit 15 Jahren eine seiner grössten Leidenschaften. Und obwohl er sportlich nicht allzu grosse Erwartungen an das Heimturnier hat, ist es für ihn sehr wichtig. «Es ist eine einmalige Möglichkeit, uns als Verein zu präsentieren», erzählt er. Peter Voigt ergänzt: «Nicht zu unterschätzen ist auch, dass wir mit diesem Anlass als Verein wachsen. Das Klubleben wird bestärkt, es entsteht ein Einheitsgefühl.» Wichtig sei natürlich auch, dass der Kontakt mit anderen Spielern gepflegt werde.

Immer weniger Teilnehmer

Die Zahl der Spieler am Urdorfer Tischtennisturnier hat in den letzten Jahren stetig abgenommen. «Das ist aber nicht nur bei uns so, sondern bei allen Turnieren in der Schweiz», sind sich Bischof und Voigt einig. Gründe dafür sind schwer zu finden, weniger lizenzierte Spieler gebe es nicht. «Vor rund drei Jahren hat der Tischtennisverband ein neues System eingeführt. Neu könne man bei Turnieren nicht nur Rankingpunkte gewinnen, sondern auch verlieren», sucht Voigt nach einer Erklärung. Besonders für junge Spieler sei es darum wenig reizvoll, an Turnieren teilzunehmen. Nichtsdestotrotz gelte es möglichst viele Jugendliche für die Ausübung dieser Randsportart zu motivieren, ist Markus Bischof überzeugt. «Jährlich sind wir als Verein an der Urdorfer Chilbi mit einem Stand präsent, um die Jungen auf diesen mental und körperlich anspruchsvollen Sport aufmerksam zu machen.»

Obwohl es am Heimturnier in der Zentrumshalle schwierig ist, die volle Konzentration aufzubringen, hat Bischof, der aktuelle Klubmeister in der zweithöchsten Stärkeklasse, das Turnier schon gewonnen, allerdings in einer tieferen Stärkeklasse. «Mittlerweile spiele ich in einer höheren Liga, wo der Sieg für mich nicht im Bereich des Möglichen liegt. Ich will die erste Runde überstehen, was mir in den letzten Jahren nicht mehr gelungen ist», gibt Bischof sein Minimalziel bekannt.

Turnierdetails finden Sie hier: www.ttc-urdorf.ch