Frauenfussball

Das runde Leder besitzt einen hohen Stellenwert im Leben von Vanessa Jordi

Vanessa Jordi tritt in der Schlieremer Offensive in grosse Fussstapfen. Foto: Müggler

Vanessa Jordi tritt in der Schlieremer Offensive in grosse Fussstapfen. Foto: Müggler

Für die 22-Jährige und die Schlieremer Frauenfussballerinnen beginnt heute die Nationalliga-B-Saison. Obwohl der Kader des FC Schlieren auf diese Saison hin stark verändert wurde, will das Team im Kampf um den Aufstieg mitreden.

Die Vorfreude auf die neue Saison ist gross beim FC Schlieren. Auch bei Vanessa Jordi. «Ich freue mich riesig, dass es endlich wieder losgeht», sagt die 22-Jährige. Jordi blieb nach der vergangenen Saison in der Mannschaft von Trainer Dominik Stutz. Fünf neue Spielerinnen sind dazugekommen, zwei Teamstützen sind in die Nationalliga A gewechselt. «Wir haben praktisch ein neues Team», erklärt Jordi.

Jordi’s Weg

Auch die 22-jährige Krankenschwester hat nicht immer in Schlieren gespielt. Von Schlieren wechselte sie vor ein paar Jahren nach Bülach. Dort spielte sie einige Zeit, bevor der Wechsel zu den Grasshoppers kam. Allerdings wurde die gebürtige Buchserin dort nicht glücklich. «In einer solch grossen Mannschaft wie den Grasshoppers, oder auch beim FC Zürich, ist es schwierig, den Anschluss zu finden», räumt Jordi ein. Erschwerend kam für sie dazu, dass sie wegen Krankheit ein Jahr lang aussetzen musste. «Diese Zeit war sehr schwierig, ich verbrachte die meiste Zeit nur im Kraftraum. Doch das war nichts für mich, daher entschloss ich mich, wieder nach Schlieren zu gehen.» Dort kannte sie viele Spielerinnen noch, der Wiedereinstieg fiel ihr entsprechend um einiges leichter.

Hohe Bedeutung

Dies war allerdings nicht ihre erste Pause vom Fussball, jedoch die erste unfreiwillige. Praktisch seit sie denken kann, spielt Jordi Fussball. Es sei ein Teil von ihr, der fehle, wenn sie ihn nicht ausüben kann. «Doch es gab vor Jahren einmal eine Zeit, da war ich nicht mehr so motiviert, spielte nicht mehr in der Startelf und hatte andere Dinge im Kopf. Deshalb entschloss ich mich zu einer Pause, aber ich merkte, dass ich den Fussball brauche.»

Ist der Aufstieg möglich?

Mit dem neu formierten Team haben die Schlieremerinnen eine Menge vor in dieser Saison. Das Ziel ist eigentlich das Gleiche wie schon in der Vorsaison: «Wir wollen aufsteigen oder mindestens in die Aufstiegsrunde.» Ist die Mannschaft denn ähnlich stark wie in der Saison davor? «Ja, ich denke wir konnten die Abgänge gut kompensieren und sind gleich stark wie letzte Saison, wenn nicht sogar noch etwas stärker», sagt Jordi selbstbewusst. Das Team müsse sich jedoch erst noch finden. Bei sich selber sieht die 22-Jährige noch Handlungsbedarf im mentalen Bereich. «Ich gebe meist zu schnell auf», gibt sie sich selbstkritisch. «Ich muss herausfinden, wo meine Grenzen liegen, und diese genau austesten.»

Ein wichtiger Baustein

Die Veränderungen im Team haben auch Vanessa Jordi zu einer Rotation gezwungen. Die Krankenschwester wechselt vom Sturm auf den rechten Flügel. Mit ihrer Schnelligkeit und der Fähigkeit, das Spiel lesen zu können, wird sie auch diese Hürde meistern. «Nach einem Wechsel muss man sich natürlich immer zuerst an die neue Position gewöhnen.» In der vergangenen Saison erzielte Schlieren 72 Tore, viele davon erzielt oder vorbereitet von den abgewanderten Flügelspielerinnen Jessica Berger und Melina Scodeller. Entsprechend wird Jordi eine grosse Verantwortung in der Schlieremer Offensive zukommen.

Schweres Startspiel

In der heute beginnenden NLB-Saison geht es für die Schlieremerinnen im Heimspiel gegen Thun (18 Uhr, Zelgli) gleich gegen einen harten Brocken. Die Oberländerinnen sind Absteiger aus der Nationalliga A. «Es wird sicher kein einfaches Spiel, aber das wird es gegen keinen Gegner», weiss Jordi.

Für die zweite Mannschaft der Schlieremer Frauen, die letzte Saison in die 1. Liga aufgestiegen ist, beginnt die Saison morgen mit einem Auswärtsspiel gegen den FC Baar (16 Uhr, Lättich).

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