Konstant ist einzig die Inkonstanz. So stand Trainer Sascha Schoenholzer gestern Abend in der Dietiker Stadthalle und war mal wieder überrascht. Diesmal positiv. Wie vor zwei Wochen gegen Romanshorn (34:25) blickte er gegen Kreuzlingen auf 60gelungene Minuten zurück, an deren Ende ein 27:21-Erfolg stand. Erneut musste sich Schoenholzer fragen, warum dieses Team immer wieder strauchelt und in der Offensive versagt, zuletzt vor Wochenfrist beim 17:21 in Frauenfeld.

Eine Antwort darauf hat er nicht. «Das Wichtigste ist, zu sehen, dass es die Mannschaft kann. Wenn alles stimmt, kann sie jeden schlagen», sagte er. Gestern stimmte alles. Dass es um das Selbstvertrauen noch immer gut bestellt ist, zeigte sich in der 52. Minute, als Christian Hilkinger einen «Flieger» vom Flügel abschloss, lanciert durch das herrliche Zuspiel von Philipp Wallisch. Es war das 23:18, die Vorentscheidung.

Starker Auftakt

Zu Beginn der Partie deutete sich gar ein Spaziergang für die Limmattaler an. Nach vier Minuten führten sie 4:0, nach rund 20 Minuten mit 11:4. Bei den Gästen sass mit Alexander Mierzwa allerdings der Star zu Beginn auf der Bank. Auf dem Feld, setzte der 14-fache deutsche Nationalspieler sogleich Impulse. Der HCDU liess sich davon kaum beeindrucken und hielt die Deckung aufrecht, womit vor allem die Ungarn Gabor Fülöp und Istvan Fekete Mühe bekundeten. Auch nach der Pause (13:10) standen die Gastgeber stark. Sprichwörtlich packend war das Duell am Kreis zwischen Dietikons Manuel Gretler und dem Kreuzlinger Stefan Runge. «Es ist toll, solch intensive Zweikämpfe zu haben, solange sie fair geführt werden», sagte Gretler nach dem Match, sich wohl an vergangene NLA-Zeiten erinnernd. Runge machte nur zwei Treffer. Und weil die HCDU-Torhüter Josip Katicic und Marc Kilchenmann (drei parierte Penaltys) gewohnt stark hielten und vorn die Chancenauswertung stimmte, gingen die Limmattaler einem sicheren Sieg entgegen.

Welches Gesicht des HCDU sein echtes ist? Das Rätseln geht weiter.