FC Dietikon

Das Glück ist mit den Erfolgreichen

Der Elfmetertreffer von Seefeld zum 1-2

Der Elfmetertreffer von Seefeld zum 1-2

Wenns läuft, dann läufts. So lapidar lässt sich der Auftritt des FCD beim Verfolger zusammenfassen. Matchwinner war Luca Dimita mit drei Treffern. Dietikon gewinnt trotz einem der schwächsten Auftritte seit langem mit 4:1 gegen Seefeld.

Die Frage lautete: «Auf welchem Platz steht Dietikon?» Ein Zaungast informierte sich vor dem Match bei Dietikons Ersatzspieler Egon Redzepi darüber. Es war eine Frage, die sich später ebenfalls aufdrängt. Denn es war schwer vorstellbar, dass die Gäste als Tabellenführer nach Seefeld gereist waren. Sie zeigten - vor allem in der ersten Halbzeit - die schwächste Leistung seit langer Zeit. Dennoch führten sie zur Pause 2:0 und gewannen am Ende mit 4:1.

Eine vergebene Chance von Dietikons Torjäger Luca Dimita

Eine vergebene Chance von Dietikons Torjäger Luca Dimita



Die Binsenweisheit, dass einem vorn platzierten Team das Glück eher hold ist, bewahrheitete sich. Durim Ibrahimi traf mit einem Volleyschuss aus 30Metern, Torjäger Luca Dimita verwertete einen Abpraller von Torhüter Mario Pastore. Der aus der allgemeinen Lethargie reissende erste Treffer fiel just in einer Druckphase der Stadtzürcher. So verhielt es sich auch in der 67. Minute. Seefeld hatte nach dem Anschlusstreffer per Foulelfmeter Lunte gerochen - Dietikon erzielte aus dem Nichts einen Treffer. Nach einem Eckball des für einmal farblos spielende Romeo Rifino lag der Ball vor Pastore, Dimita stand wieder einmal goldrichtig. Die Gastgeber hatten sich aufgegeben. Das verdeutlichten die Szenen beim 1:4: Nach einem eigentlich geglückten Rettungsausflug von Pastore liessen sich dessen Mitspieler hängen, Dimita traf unbehelligt aus 40 Metern ins verwaiste Tor.
Foul von Dietikons Samir Kozarac

Foul von Dietikons Samir Kozarac



In Seefeld-Trainer Milto Skartsolias kochte es nach dem Match. Zwar trug sein Team seinen Teil zum tiefen Niveau bei, doch das Verdikt war unverhältnismässig hart. Allerdings befand der frühere Schlieren-Coach: «Wer sich so dumm und so naiv anstellt, verliert verdient.» Man habe sich die ganze Woche auf diesen «Seich» vorbereitet, führte er weiter aus, bevor ihn die Erinnerungen abermals durchzuckten: «Dumm! Dumm! Dumm!»
Eine dicke Chance für Seefelds Diener

Eine dicke Chance für Seefelds Diener



Wenige Meter daneben war hingegen die Welt heil. Der dreifache Torschütze Dimita, der damit bei neun Saisontreffern steht, genoss den Applaus der Zuschauer und der Mitspieler. «Diese Mannschaft braucht sich nicht zu verstecken, wer so eine Vorrunde zeigt, kann unter die ersten drei kommen.» Dietikons Spielertrainer Goran Ivelj, auch er im Spielaufbau fehleranfällig, vermied es, die Spieler zu kritisieren. «Das Wichtigste ist der Sieg.» Dann stimmte er in den Gesang ein, der dem Geburtstag von Egzon Redzepi galt. Dieser konnte auch nach dem Match die Auskunft erteilen, dass Dietikon auf dem ersten Platz steht.

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