Volleyball
Das Festessen liegt Kanti noch auf den Magen

Zweitligist Kanti Limmattal kann nach der Weihnachtspause Schwung nicht aufnehmen und verliert gegen Einsiedeln mit 0:3. «Wir hatten nach der Weihnachtspause nur ein Training», meinte Spielertrainer Thomas Schmidlin.

Oliver Winistörfer
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Kanti Limmattal verliert 0:3 gegen Einsiedeln
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Silvan Wehrli nimmt Ball und Gegner ins Visier.
Thomas Schmidli (links) scheitert am Einsiedler Block.
Florian Zimmermann beim Versuch, den Einsiedler Block zu überwinden.
Die Gäste parieren einen weiteren Angriff der Limmattaler.

Kanti Limmattal verliert 0:3 gegen Einsiedeln

Sie hinterlässt immer Spuren bei den Sportlern, am meisten auf der Hüfte: Die Weihnachtszeit. Auch bei den Volleyballern von Kanti Limmattal schien sie nicht ohne Effekt vorbeigezogen zu sein. Die Limmattaler unterliegen dem Spitzenreiter aus Einsiedeln mit 0:3-Sätzen. «Wir hatten nach der dreiwöchigen Weihnachtspause nur ein Training und dies scheint sich auch ein wenig hier gezeigt zu haben.

Hätten wir mit dem Schwung von vor Weihnachten in die Partie steigen können, wäre vielleicht sogar ein Sieg drin gelegen», meinte Spielertrainer Thomas Schmidlin nach der Partie. Man habe grosse Mühe bekundet bei den Annahmen und der Verteidigungen und so habe man dann bei den Angriffen nicht so viele Optionen gehabt, meinte Captain Silvan Wehrli. Oft versuchten die Limmattaler Angriffe mit der Brechstange durchzubringen, was aber nicht immer zum Erfolg führte. So verlor Kanti im ersten und dritten Satz knapp (23:25, 16:25, 23:25) und muss sich mit dem fünften Tabellenrang zufrieden geben.

Harziger Saisonstart

Die Limmattaler können aber auf einen Steigerungslauf nach schwierigem Start zurückblicken. «Vor Weihnachten waren wir sogar in einem richtigen Hoch und konnten gut aufspielen», findet Captain Silvan Wehrli. Aber in der Rückrunde könne man nun gegen jeden Gegner gewinnen, ist sich Schmidlin sicher: «Es sind etwa fünf Teams auf dem selben Niveau wie wir. Wir werden somit sicher noch Punkten in den nächsten Partien.» Der Aufstieg sei in dieser Saison aber kein Thema, man wolle bei Kanti zuerst sehen, wie es weitergeht, relativiert Wehrli: «Einige von uns wurden oder werden noch Vater. Für diese Spieler werden sich die Prioritäten wohl auch verschieben und somit müssen wir in der Sommerpause mit dem Team abwägen, was unsere weiteren Ziele sein werden.»

Probleme im Nachwuchs

Der Nachwuchs sei auch ein Problem bei den Limmattalern und erschwere die Zukunftsplanung des Klubs. So finde man in letzter Zeit nur schwer Junioren, welche man dann in die erste Mannschaft rekrutieren könne. «Anders als bei den Mädchen, die konstant gute Zahlen vorweisen können, ist die Konkurrenz mit Unihockey oder anderen Sportarten in der letzten Zeit gewachsen bei den Knaben. Einerseits ist es schwierig beim Schulsport anzudocken, andererseits braucht es auch ein grosses Engagement um die Jungs in den Klub zu bringen. Fast jedes Team in der Region Zürich hat beim Jungennachwuchs Schwierigkeiten», erklärt Silvan Wehrli, der auch noch Sportchef von Kanti Limmattal ist. Momentan habe man sechs Junioren, was schon einer sehr guten Zahl im Vergleich der letzten Jahren sei.