Wassersport
Das Dream-Team auf und neben dem Wasser

Nicola Keller und Nuri Schmed sind die Hoffnungsträger bei den Pontonieren Dietikon. Ihr grosses sportliches Ziel ist, zusammen einmal Schweizer Meister zu werden.

Lionel Fend
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Die beiden Jungpontoniere Nicola Keller (links) und Nuri Schmed als glückliche Sieger des Glanzenburg-Cups. ZVG

Die beiden Jungpontoniere Nicola Keller (links) und Nuri Schmed als glückliche Sieger des Glanzenburg-Cups. ZVG

Picasa

Sie stossen ihren Weidling, wie man den Booten im Pontoniersport sagt, mit gekonnten Ruderschlägen gegen die starke Strömung auf der Limmat bei Dietikon. Dann, als das Ufer erreicht ist, greifen sie auf Kommando des Steuermanns zum Stachel, womit sie sich in Ufernähe vorwärts stossen.

Für den 13-jährigen Nicola Keller und den 14-jährigen Nuri Schmed ist es genau das, was Freude macht. Und was Erfolg bringt. Denn ihre letzten Resultate waren- sehr überzeugend: Ein erster Rang zu Hause in Dietikon beim Glanzenburg-Cup und ein zweiter Rang bei den Wettfahrten in Brugg.

Im Autositz ins Boot

Bei Nicola Keller darf man den Pontoniersport schon fast als Familientradition bezeichnen. «Ich war zwei Jahre alt, als mich mein Vater im Auto-Kindersitz mit ins Boot nahm», sagt der Oberstufenschüler. In der Familie Keller war schon Nicolas Vater und dessen Vater bei den Pontonieren Dietikon, wodurch der 13-jährige schon immer eine gewisse Beziehung zu diesem Sport hatte. Fest ist diese Beziehung aber erst seit gut drei Jahren, als Nicola den Pontonieren beitrat.

Nuri hingegen wurde durch einen Freund auf den Sport aufmerksam. An einem Nachmittag vor 13 Wochen fand er dann die Begeisterung für die Weidlinge auf dem Fluss. Seither trainiert der 14-jährige Dietiker zwei Mal in der Woche zusammen mit seinem Wettkampfkollegen Nicola auf der Limmat bei Glanzenberg.

Man merkt, wie eingespielt die beiden sind, sie hören aufeinander, nehmen jedes Wort des Partners ernst und vertrauen einander blind. «Wir harmonieren super zusammen, dafür braucht es aber auch viel Vertrauen in den Partner», erklärt Nuri. «Ich habe noch nie einen wie Nuri gesehen, man erklärt ihm etwas und er setzt es perfekt um», sagt Trainer Florian Keller.

Geschick, Kraft und Teamfähigkeit

Nicola hat auf dem Schiff die Rolle des Steuermanns, Nuri ist der Vordermann. Mit ihren zwei Waffen, dem Ruder und dem Stachel setzten sie ihren Weidling in Bewegung. «Beim Pontonier kann man den ganzen Körper einsetzen, kein Muskel bleibt unbewegt», sagt Nuri. «Der Reiz daran ist auch, dass man auf dem Wasser ist, sich austoben kann und mit Freunden Sport machen kann», ergänzt Nicola.

Vollen Einsatz geben die beiden immer, auch beim Training, wenn sie ihre Wasserfahrten trainieren. Vom einen Ufer zum anderen, dann flussaufwärts, in der Mitte der Limmat wieder abwärts, die Durchfahrt zwischen den Markierungen, die Landung am Ufer. Alles klappt perfekt. «Beim Pontonier braucht man eine gewisse Geschicklichkeit, Kraft, Teamfähigkeit und Freude am Wasser», zählen sie auf. Ihr grosses sportliches Ziel ist, zusammen einmal Schweizer Meister zu werden. Das Potenzial, einmal grosse Titel zu gewinnen hätten sie definitiv, denkt Trainer Florian Keller.