Eisschnelllauf
Das Beste kam für Oberbichler fast zuletzt

Der Urdorfer Christian Oberbichler blickt auf seine erfolgreichste Saison zurück. Weniger entspannt kündigen sich hingegen die Gespräche mit dem Schweizer Verband an.

Raphael Biermayr
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Christian Oberbichler.

Christian Oberbichler.

L. Hagen / DESGphoto

Fast wäre für Christian Oberbichler das Beste zum Schluss gekommen. Über die 500-Meter-Distanz stand er knapp vor der Teilnahme an den Einzeldistanzweltmeisterschaften. Am Ende war er an erster Stelle auf der Warteliste. Auch ohne diese Erfahrung blickt der 22-Jährige auf eine Saison voller grosser Eindrücke zurück.

Er qualifizierte sich gleich zu Beginn der Saison erstmals für den Weltcup, startete in Berlin sowie zweimal in Heerenveen (Ho). Das weckte Begehrlichkeiten: Auch die 1000-Meter-Weltcuplimite sollte fallen. Doch an dieser Hürde scheiterte Oberbichler knapp um acht Hundertstelsekunden. Gegen Ende der Saison konnte er nicht mehr zulegen, er war krank. «Zur WM wäre ich natürlich trotzdem gestartet», erklärt er mit einem Lachen. Ein paar Trainingseinheiten stehen noch aus, bevor die Saison zu Ende ist – und die Vorbereitung auf die nächste beginnt. Die kann Oberbichler entspannt angehen, er ist dank der aktuellen Saison über die 500 Meter bereits berechtigt, im Weltcup zu starten.

Weniger entspannt kündigen sich hingegen die Gespräche mit dem Schweizer Verband an. Es geht zusammengefasst darum, ob Oberbichler weiterhin unabhängig mit seiner langjährigen Trainerin Brigitte Riesen trainieren und Wettkämpfe bestreiten darf, oder sich dem Verbandstrainer anschliessen und dessen Programm verfolgen muss. Der Urdorfer hat in der abgelaufenen Saison gute Argumente für seinen Weg geliefert.