Eine peinliche Packung kassierte hingegen Schlieren gegen den seit längerem als Aufsteiger feststehenden FC Srbija – 1:12. Trainer Antonio Caputo weilte nach dem Match an einem Privatanlass und war nicht zu sprechen. Dafür Srbija-Stürmer Sladjan Selakovic aus Birmensdorf, der drei Tore beisteuerte. «Die haben sich überhaupt nicht gewehrt», sagte der Routinier aufrichtig entgeistert.

Trotz der Abfuhr zum Schluss holt sich Schlieren als Tabellenzweiter den «Titel» des besten regionalen Teams zurück, den es in der vergangenen Saison dem FC Birmensdorf überlassen musste. Dieser hat einen Punkt dahinter abgeschlossen. Der FCE überzeugt als Sechster, der FCOG liegt zwei Plätze dahinter.

Engstringens beste Saison

Von den vier Klubs wechseln zwei den Trainer. Während Roger Balmer in Geroldswil und Fabio Stiz in Birmensdorf weiterarbeiten, musste Beat Studer musste nach einem weiteren Verpassen des Aufstiegs nicht unerwartet seinen Posten räumen. Er wird vom vormaligen Co-Trainer Caputo beerbt. Unerwartet hingegen kommt der Abgang von Paul Schärer in Engstringen. Sein Team bot von den Limmattaler Mannschaft am meisten Spektakel in der abgelaufenen Saison, die als die erfolgreichste seit dem Wiederaufstieg 2010 zu Buche steht. Diese und weitere regionale Bestmarken der Spielzeit 2012/13 werden auf den nächsten Zeilen geschildert:

Derby-Meister: Obschon erneut an den eigenen Erwartungen gescheitert, sind die Schlieremer gegen Lokalrivalen eine Klasse für sich. Sie gewannen als einziges Team drei von sechs Begegnungen und verloren – wie Birmensdorf – nur eine (gegen Engstringen) Die Derby-Rangliste: 1. Schlieren 11 Punkte (3 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage). 2. Birmensdorf 9 (2/3/1). 3. Engstringen 7 (2/1/3). 4. Oetwil-Geroldswil 5 (1/2/3).

Seriensieger: Schlieren gewann als einziges Team vier Spiele en suite.

Durchhaltekönig: Der FCS blieb während der ersten neun Saisonspiele ohne Niederlage. Diese Marke wurde im weiteren Saisonverlauf nicht mehr erreicht. Der FCOG kam mit sieben Matches am nächsten, erreicht vom Beginn der Rückrunde an. Damit kam das Team von Roger Balmer nach der Winterpause am besten aus den Startlöchern.

Meister der Geduld: Oetwil-Geroldswil hatte mit je vier nicht gewonnenen Matches in Serie in Vor- und Rückrunde die längsten Durststrecken zu überwinden.

Spektakelmacher: Am meisten Treffer fielen in Matches mit Beteiligung des FC Engstringen (117). Zum Ende ist das Torverhältnis erstmals überhaupt in der Saison positiv (59:58). Ebenfalls über 100 Treffer sahen die Anhänger Schlierens (114) – 13 davon fielen gestern. Magerkost im Verhältnis dazu gabs vom FCOG und dessen Gegnern serviert (83).

Bester Ladenhüter: Am meisten Zu-null-Spiele gelangen dem FCS, der fünf Mal ohne Gegentreffer war. Nur zwei Mal den Laden dichthalten konnten FCB und FCE, der FCOG drei Mal.

Remis-König: Die Wertung, die keiner gern gewinnt, geht an den FC Birmensdorf. Sieben Mal stand er vor der Frage, wie er das Resultat einschätzen soll.

Meister der Pflicht: Gegen die Absteiger Thalwil und Affoltern am Albis holten sowohl Oetwil-Geroldswil als auch Schlieren das Punktemaximum. Engstringen und Birmensdorf verloren je eine Partie.

Bester Burgherr: Engstringen und Schlieren gewannen auf heimischem Terrain je 21 Punkte. Der FCOG verwöhnte das Heimpublikum nicht: 15 Zähler. Immerhin unterlag er als einzige regionale Equipe in der Rückrunde nie vor eigenem Anhang.

Unbeliebtester Gast: Birmensdorf und Schlieren holten auf fremden Plätzen bei fünf Siegen und zwei Remis je 17 Punkte, die anderen beiden Teams je 12. Oetwil-Geroldswil verlor mit drei Mal allerdings von allen Limmattaler Teams die wenigsten Auswärtspartien – gewannen aber mit zwei auch die wenigsten. Der Grund: Alle sechs Unentschieden resultierten in der Fremde.

Bester letzter Eindruck: Der FC Engstringen gewann vier der fünf Matches der Saisonschlussphase. Das unterstreicht die beste Saison seit dem Wiederaufstieg 2010. Auf der anderen Seite dieser Wertung liegt Schlieren mit nur einem Vollerfolg. Der Abschluss spricht Bände.