Nachgefragt
Daniel Pavlovic: «Es darf keine Panik ausbrechen»

Der einst so stolze Grasshopper Club Zürich steckt im Abstiegskampf. Der 26-jährige GC-Captain Daniel Pavlovic ist sich der prekären Lage bewusst. Angst vor dem Abstieg hat Pavlovic aber nicht.

Nicola Imfeld
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Daniel Pavlovic, am letzten Mittwoch haben Sie den Cup-Viertelfinal gegen den FC Zürich verloren. Sind Sie noch enttäuscht?

Daniel Pavlovic: Klar war ich sehr enttäuscht, schliesslich war es ein Cup-Spiel und ein Derby. Aber das ist nun bereits zwei Tage her. Wir müssen diese Niederlage abhacken und aus den Köpfen bringen.

Die GC-Fans werfen ihrer Mannschaft fehlenden Kampfgeist vor, wie sehen Sie das?

Ich kann unsere Fans verstehen. Sie unterstützen uns an jedem Spiel und sind mit Herzblut dabei. Ich kann aber versichern, dass jeder im Team vollen Einsatz gibt. Wenn jemand nicht bis zum Umfallen kämpfen würde, dann schadet er sich selbst am meisten.

Der Klub befindet sich in einer sportlichen Krise; vier Niederlagen und ein Unentschieden in der Rückrunde. Was unternehmen Sie als Captain in dieser Situation?

Ich führe Gespräche mit den jungen Spielern und versuche alle zu motivieren. Es darf nun einfach keine Panik ausbrechen, wir müssen in Ruhe weiterarbeiten und an uns glauben. Aber selbstverständlich müssen wir unserer Lage auch bewusst sein. Jedes Spiel ist nun ein Endspiel.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Wir sind alles Spitzensportler und wollen Erfolg haben. In den letzten zwei Saisons waren wir erfolgreich, dementsprechend war die Stimmung auch besser als in der aktuellen Situation. Wir sind in der Garderobe nicht mehr am Witze reissen. Aber durch bittere Niederlagen wachsen wir als Team näher zusammen.

Am Samstag kommt der FC Luzern in den Letzigrund. Wie will GC die ersten drei Punkte im Jahr 2015 einfahren?

Indem wir Geduld beweisen und an unsere Stärken glauben. Jeder muss für den anderen kämpfen. Dann werden wir den FC Luzern besiegen.

Hand aufs Herz Daniel Pavlovic: Haben Sie Angst, dass GC am Ende der Saison absteigt?

Nein, dann hätte ich wohl den falschen Beruf gewählt. Wir haben als Mannschaft Qualität und die werden wir auch zeigen.