Eishockey
Claudio Cadonau: «Pokal geht schnell kaputt»

Der Unterengstringer Claudio Cadonau ist mit dem SC Langenthal NLB-Meister. Mit Legende Noël Guyaz bildet Cadonau ein Verteidiger-Paar. Die LiZ erreicht ihn am Mittwoch. Er sei noch nicht lange zurück vom Feiern, sagt er am Telefon.

Raphael Biermayr
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Claudio Cadonau (obere Reihe, Mitte) jubelt mit Langenthal.

Claudio Cadonau (obere Reihe, Mitte) jubelt mit Langenthal.

Marcel Bieri

Der SC Langenthal schaffte am Dienstag eine der grössten Überraschungen der jüngeren Schweizer Eishockeygeschichte. Die Berner bezwangen NLB-Dominator Lausanne im Playoff-Final und bestreiten gegen Ambri die Ligaqualifikation um den Aufstieg in die NLA. Der Jubel war und ist überschwänglich – auch bei Verteidiger Claudio Cadonau (23) aus Unterengstringen, der mit Legende Noël Guyaz ein Verteidiger-Paar bildet.

Claudio Cadonau, wo ist der Pokal?

Claudio Cadonau: Zuletzt habe ich ihn in der Gelateria gesehen, wo wir heute Nachmittag zusammensassen. Irgendwer wird ihn schon haben.

Können Sie ihn auch mal nach Hause nehmen?

Ich weiss es nicht, genauso wenig, ob es überhaupt der Originalpokal ist. Es wäre vielleicht besser, wenn nicht – der geht ziemlich schnell kaputt. Unser hat schon ein paar Ecken ab.

Wie haben Sie gefeiert?

Zuerst blieben wir lange im Stadion, dann auf dem Dorfplatz mit all den vielen Leuten, bevor wir den Abend gemütlich in einer Bar ausklingen liessen ...

Topskorer Campbell fällt mit einem Wadenbeinbruch aus. Schlägt das auf die Euphorie?

Das nicht, aber für Jeff persönlich ist es bitter, dass er nicht gross mitfeiern konnte und nicht weiterspielen kann.

Sie waren im Kader der ZSC Lions bei deren Schweizer-Meister-Titel 2008 und Champions-League-Sieg ein Jahr später. Welcher Titel bedeutet Ihnen am meisten?

Ganz klar dieser jetzt. Es ist ein grosser Unterschied, ob man einfach dabei war oder wirklich etwas dazu beigetragen hat.

Denken Sie an den Aufstieg in die National League A?

Ich geniesse jetzt den Meistertitel. Es wird eine Riesenherausforderung gegen Ambri, das grossen Druck hat – genauso wie ihn Lausanne hatte, das daran gescheitert ist.

Sie sind jetzt im grösseren Schaufenster. Spekulieren Sie auf einen Vertrag in der National League A?

Zunächst habe ich in Langenthal einen Vertrag für die nächste Saison, von daher ist das noch kein Thema. Natürlich will ich irgendwann zurück in die Nati A – wenn nicht bald mit Langenthal, dann später einmal auf einem anderen Weg.