«Es war kein einfaches Spiel. Ein spielstarker Rivale mit athletischen, grossgewachsenen Spielern sowie ein sehr anhängliches, ja holpriges Terrain haben uns alles abverlangt. Aber wir haben dagegen gehalten und sind der verdiente Sieger», so die kurze Spielanaly­se von Dietikon-Trainer Goran Ivelj. Und damit lag der Übungsleiter, der seit sieben Jah­ren die Geschicke des Fanionteams prägt, richtig.

Kunstschuss aus 22 Metern

Beiden Teams war der Rückrunden-Auftakt missglückt. Liestal, das nicht in der Baselbieter Gruppe, sondern in der Gruppe mit Aargauern und Zürchern spielt (Liestal-Präsident An­dré Benz stört dies weniger, denn «es ist gut, einmal nicht immer die gleichen regionalen Gesichter zu sehen...»), hatte gegen die Blue Stars mit 0:2 verloren, die Dietiker zuhause gegen Schöftland eine bittere 1:3-Niederlage erlitten.

Dass das Freistosstor von Marjan Jelec bereits matchentscheidend sein würde, hätte die kleine, aber lautstarke Anhänger-Kolonie des FCD nicht für möglich gehalten. Jelec setzte den Ball aus 22 Metern wunderschön über die Abwehrmauer der Gastgeber, doch Liestal-Schlussmann Nils Schulz machte dabei nicht die allerbeste Figur. Unhaltbar schien der Schuss jedenfalls nicht…

Das entscheidende Tor von Jelec:


video: youtube/Fussballclub Dietikon

In der restlichen Spielzeit wogte die Partie hin und her, doch weder Baselbieter noch Limmattaler kamen zu Abschlussmöglichkeiten. Bei beiden Teams war das finale Zuspiel und die Entschlossenheit im Strafraum nicht gerade überragend.

Druckphase nach der Pause

In der ersten Viertelstunde der zweiten Halbzeit musste Dietikon «unten durch». Die Platzherren standen höher, zogen bereits im Mittelfeld ein Pressing auf und dominierten nun das Geschehen. Doch ausser vielen Eckbällen und hoch in den Strafraum geschlage­nen Bällen, die aber stets vom Innenverteidiger-Duo Tiago Ribeiro und Diego Miljkovic wegspediert wurden, konnte sich Liestal keine Einschussmöglichkeiten herausspielen. Das Angriffsspiel der Baselbieter war zu stereotyp.

Will man dem FC Dietikon einen leisen Vorwurf machen, so jenen, dass er in den letzten 20 Minuten viele Kontermöglichkeiten nicht sauber genug herausspielte. «Wir hat­ten Chancen für das 2:0; dann hätten wir uns die nervenaufreibende Endphase er­spart», so Trainer Ivelj. In der Tat waren die letzten Minuten primär durch Foulspiele, Un­terbrüche und einer – nicht immer verständlichen – Kartenflut geprägt. Aber an der Tatsa­che, dass der FC Dietikon mit einer beeindruckenden Willensleistung zu einem verdienten Sieg kam, änderte dies nichts.