Für die NLA-Handballer aus Stäfa verlief die bisherige Saison enttäuschend. Die Zürcher konnten in 18 Spielen nur gerade vier Mal gewinnen und müssen mit sechs Punkten Rückstand auf das rettende Ufer in die Abstiegsrunde starten.

Auf der Suche nach Gründen

Für Captain Jonas Affentranger sind die Gründe für das schlechte Abschneiden in der Vorrunde schnell gefunden: «Der 9. Platz ist sicherlich enttäuschend, aber man muss dies in Relation zu unseren Möglichkeiten betrachten. Wir verfügen über eines der kleinsten Budgets der Liga. Unser Ziel war es daher, dem Gegner immer wieder ein Bein zu stellen – dies haben wir leider verpasst. Hinzu kommt, dass wir im Sommer viele wichtige Abgänge zu verzeichnen hatten und sich daher im Stamm-Team vieles verändert hat.»

In den letzten Spieltagen vor der Winterpause ist allerdings ein Aufwärtstrend auszumachen. Dies widerspiegelt sich auch in der persönlichen Tor-Statistik von Affentranger. Mit 14 Toren in den letzten sieben Spielen ist er massgeblich am Erfolg der Zürcher beteiligt.

Harte Vorbereitung

Bis zum 8. Februar wird der Dietiker aber nicht in Meisterschaftsspielen auf Torejagd gehen. Denn wie jedes Jahr wird in der NLA eine siebenwöchige Pause eingelegt, Zeit genug, um sich auf die schwierigen Spiele der Abstiegsrunde vorzubereiten. «Wir starteten am 6. Januar in die Vorbereitung – das ist vergleichbar mit der Vorbereitungsphase im Sommer, in der viele Laufeinheiten und Trainingsspiele auf dem Programm stehen», so der 24-jährige weiter.

Der Vielschaffende

Doch von Ausspannen nach den harten Trainings kann keine Rede sein. Affentranger arbeitet zu 100 Prozent als Informatiker in Altstetten. Für ihn war schon immer klar, dass er abseits des Handballs arbeiten möchte: «Ich bin der einzige des Teams, der Vollzeit arbeitet, aber dies ist gut so und soll in Zukunft auch so bleiben.»

Fokus auf Klassenerhalt

Auch die Nationalmannschaft ist für den Limmattaler im Moment kein Thema. Es habe sich in den letzten Jahren einfach nicht ergeben, meint der noch junge Captain. Gegenüber einem allfälligen Aufgebot ist er dennoch nicht abgeneigt. Der Fokus liegt aber nicht mehr auf der Nationalmannschaft, sondern auf dem Klassenerhalt mit den Lakers Stäfa. «Es ist möglich, aber wir starten mit einem Handicap in die Abstiegsrunde», gibt sich der Dietiker optimistisch.

Die Lakers treffen dort je vier Mal auf die Teams von GC Amicitia Zürich, Fortitudo Gossau und Altdorf. Es wird sich zeigen, ob die Zürcher den Rückstand wettmachen können und den Schwung aus den letzten Spielen der Vorrunde mitnehmen können.