Motorsport
Bruno Weibel gewinnt auch in Dijon

Der Urdorfer Bruno Weibel ist mit seinem Sieg in Dijon (F) weiterhin auf Europameister-Kurs. Trotz einem viel schwächeren Auto wie die Konkurrenz ist er nach wie vor führend in der EM-Wertung.

Diana Weibel
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Bruno Weibel in seinem Lotus 20.

Bruno Weibel in seinem Lotus 20.

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Am vergangenen Wochenende besuchte der Urdorfer Bruno Weibel nicht die Chilbi in seiner Heimat, sondern fuhr auf seiner Heimstrecke in Dijon (F) «Achterbahn» mit seinem historischen Formel Junior. In beiden Rennläufen am Samstag und Sonntag liess er die Konkurrenz in seiner Klasse um satte 30 Sekunden hinter sich.

Doch am Samstagabend kam zwischenzeitlich Hektik auf; das Getriebe musste ausgebaut werden. Die Kupplung leistete ihren Dienst nicht mehr sauber und das verträgt es bei einem Motor, bei dem bei 6'000 Touren eingekuppelt wird, nicht. Zum Vergleich, bei einem normalen Personenwagen wird bei ca. 2'000 Umdrehungen eingekuppelt. Gut, dass Bruno Schaffner, ehemaliger Inhaber der Birmensdorfer Lotus-Garage, die heute Bruno Weibel gehört, auch vor Ort war und beim Aus- und Wiedereinbau half.

Nach Abschluss der Arbeiten, es war bereits 22 Uhr, bemerkte das Team, eher nebenbei, dass das Gaskabel nur noch an zwei dünnen Drähtchen hing. Das hätte nicht mal mehr für die Aufwärm-Runde beim zweiten Rennen gereicht... Also wurde kurzerhand auch das Gaskabel noch ersetzt, so dass Bruno Weibel am Sonntag wieder richtig aufs Gaspedal treten und das Wochenende als Sieger in seiner Klasse respektive Gesamt-Siebter über alle Klassen und Führender in der Europameisterschaft der Formel Junior beenden konnte.

Aufgrund seines nun sehr knappen Vorsprungs in der Europameisterschafts-Wertung (4 Punkte) muss Weibel Ende Monat für das letzte Rennwochenende am 24./25. Oktober nach Portimão (Por) reisen.