Dickster Nebel im Hochsommer, in der Eiffel, wie die Region um den Nürburgring heisst, keine Seltenheit. So auch am vergangenen Wochenende, wo der 43. Oldtimer Grand Prix des Automobilclub von Deutschland stattfand. Eine der wichtigsten Oldtimer-Veranstaltungen in Kontinentaleuropa mit über 50‘000 Zuschauern und gleichzeitig das vierte Rennwochenende der Formel Junior Europameisterschaft.

Bereits vor den Rennen am Nürburgring war der Urdorfer Bruno Weibel Führender in der FIA Lurani Trophy, der offiziellen Europameisterschaft für Formel Junior Fahrzeuge. Jetzt hat er mit seinen zwei Siegen in seiner Klasse und dem 7. Gesamtplatz in der Serie seine Leader-Position ausgebaut und dies obwohl er ein wesentlich schwächeres Auto fährt als seine Konkurrenz.

Durch speziellen Berechnungsschlüssel zur Führung

Möglich macht dies nicht nur die gewissenhafte technische Vorbereitung des Lotus 20 und die präzise und damit schnelle Art mit welcher Bruno Weibel seinen Rennwagen pilotiert, sondern auch ein spezieller Berechnungsschlüssel, der es auch Rennwagen mit technisch schlechteren Voraussetzungen erlaubt die Meisterschaft zu gewinnen. Kommt hinzu, dass sich die Konkurrenz mit den Top-Rennautos gegenseitig Punkte stiehlt, was wiederum Weibel zu gut kommt.

Das nächste Rennen der FIA Lurani Trophy findet am 29./30. August in Zandvoort (NL) statt. Die FIA Lurani Trophy ist eine offizielle Rennserie des Motorsportweltverbands FIA und damit die offizielle Europameisterschaft für die so genannte Formel Junior, welche 1957 in Italien als Rennserie für Nachwuchspiloten ins Leben gerufen wurde. Die einsitzigen, offenen Rennwagen, die heute im Einsatz sind, sind allesamt Originalfahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren.