Schwingen

Bruno Gisler gewinnt Niklausschwinget

Der zwerifache Eidgenosse Bruno Gisler (Rumisberg) siegt im Schlussgang mit Kreuzgriff-Gammen. bruno auf der maur

Der zwerifache Eidgenosse Bruno Gisler (Rumisberg) siegt im Schlussgang mit Kreuzgriff-Gammen. bruno auf der maur

Der Favorit setzt sich für 900 Zuschauern in Dietikon gegen Lokalmatadorf Jodok Huber durch.

Kein Happy End für Eidgenosse Jodok Huber: An seinem «Heimschwinget» in der Dietiker Stadthalle muss er sich vom zweifachen eidgenössischen Kranzschwinger Bruno Gisler das Sägemehl vom Rücken klopfen lassen. Der Bergdietiker hätte mit einem Sieg am Niklausschwinget seiner erfolgreichen Saison die Krone aufsetzen können. So muss er mit dem dritten Platz (57,50 Punkte) hinter Gisler vom Nordwestschweizerischen Verband (59,00) und dem zweitplatzierten Roman Hochholdinger (58,00) vorlieb nehmen. «Das Wettkampfglück hat heute ein bisschen gefehlt», lautete Hubers Fazit, nachdem ihn Gisler im Schlussgang mit einem Kreuzgriff-Gammen auf den Rücken gelegt hatte.

Gisler, der mit neun Kranzgewinnen zu den erfolgreichsten Schwingern der laufenden Saison gehört, wurde seiner Favoritenrolle mehr als gerecht. Was dem ehemaligen Zürcher Oberländer in seinem Palmarès aber noch fehlte, war ein Sieg beim Niklausschwinget. Mit sechs gewonnen Kämpfen und 59 Punkten setzte sich der Nordwestschweizer aber schlussendlich souverän durch und durfte den Preis, Rind «Wirta», in Empfang nehmen.

Wieder kein Limmattaler Sieger

Der organisierende Schwingklub Glatt- und Limmattal konnte zum letzten Mal vor 11 Jahren in der Person von Christian Vogel einen Heimsieg feiern. Somit lagen auf dem Siegesanwärter Huber im Vorfeld des Turniers hohe Erwartungen. «Ich selbst hatte keine grossen Ambitionen», so Huber, der seit dem Eidgenössischen nur drei Mal im Sägemehl trainiert hatte.

Ganz grosse Namen fehlten

Der Niklausschwinget ist der grösste Limmattaler Sportanlass und mit rund 90 gemeldeten Schwingern eines der grössten Schwingfeste im Kanton Zürich. Die Zuschauerzahlen blieben mit rund 900 indes unter den Erwartungen. «Nach einem Grossanlass wie dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest im August, ist die Luft bei den Schwingern ein bisschen draussen», sagte Bruno auf der Maur vom organisierenden Schwingklub Glatt- und Limmattal. Somit meldeten sich auch nicht die Schwinger mit den ganz grossen Namen an. «Die Stimmung war trotzdem sehr gut, da dieses Jahr einige Schwinger aus dem Limmattal dabei waren, die vorne mitmischen konnten», so Auf der Maur. Man merke, dass sehr viele Zuschauer aus der Region gekommen seien.

«Junge Wilde» mit guter Bilanz

Der Schwingklub Glatt- und Limmattal war, mit Ausnahme des 31-jährigen Huber, mit einer sehr jungen Mannschaft am heimischen Schwingfest angetreten. Von den sieben gemeldeten Schwingern konnten sich neben Huber der 23-jährige Zürcher Thomas Kammermann und der erst 17-jährige Dietiker Matthias Bräm Chancen auf eine gute Platzierung ausrechnen. Kammermann erreichte gute 55 Punkte, während sich Bräm, durch eine Knieverletzung behindert, mit 54,25 Punkten zufrieden geben musste. Zwei Überraschungen gab es beim SK Glatt- und Limmattal dennoch durch zwei Zürcher: Der 16-jährige Daniel Wettstein erreichte bei seinem ersten Aktiv-Einsatz gute 54,50 Punkte und der 20-jährige Lukas Nägeli beendete den Tag sogar mit einer Auszeichnung (55,50).

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