Fussball
Bruno Da Costa will mit Birmensdorf hoch hinaus

Beim 6:0-Aufaktsieg in der 3. Liga gegen Kosova II verkörpert der Captain des Spiel der Limmattaler: Eine Menge Aufwand für verhältnismässig wenig Ertrag. Dennoch: Da Costa zeigte, dass er nach der langen Verletzungspause wieder da ist.

Raphael Biermayr
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Impressionen vom 3.-Liga-Match FC Birmensdorf - FC Kosova II
8 Bilder
Auch Manuel Stocker erzielt ein Tor
Marko Filipovic denkt und lenkt
Bruno Da Costa hat eine Chance vergeben
Stephan Niedecken ist vom Objekt der Begierde entfernt
Marc Füglistaller macht Dampf
Marden Lopes De Castro (r.) überzeugt als Abwehrchef
Der Doppeltorschütze Simon Gebhardt (r.) wird für einmal abgedrängt

Impressionen vom 3.-Liga-Match FC Birmensdorf - FC Kosova II

Der Schweiss tropfte ihm aus allen Poren, das Atmen fiel schwer, das Lächeln sah grimassenhaft aus. Bruno Da Costa wirkte wie ein Spieler, der mit seinem Team einem übermächtigen Gegner alles abverlangt hatte und sich nun zufrieden dem Ausruhen widmen konnte.

Doch weit gefehlt: Der Captain und sein Team waren erschöpft vom exzessiven Chancenversieben. Mit dem überforderten Aufsteiger Kosova II spielten die Limmattaler Katz und Maus, das 6:0 zum Schluss war ein Hohn.

Da Costa verkörperte die Partie der Gastgeber wie kaum ein zweiter. Schon bis zur 25. Minute war er an nicht weniger als acht nennenswerten Abschlussversuchen beteiligt. Das 1:0 durch Simon Gebhardt fiel allerdings erst zehn Zeigerumdrehungen später. Bis zum 2:0 durch Marc Füglistaller dauerte es danach hingegen nicht einmal 60 Sekunden.

Gegenpart zu Filipovic

Da Costa bildete mit Marko Filipovic ein Denker- und Lenkerduo im Mittelfeld. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Der 31-jährige Portugiese pflegt den kämpferischen Stil, während der seit kurzem 35-jährigen Bosnier ein leichtfüssiger Spieler ist, der genau weiss, wann er den Körper einsetzen muss.

Das Skorerduell der beiden entschied Da Costa mit einem Tor und zwei Assists für sich, Filipovic kam auf eine Vorlage. «Ich hätte noch zwei weitere Tore erzielen müssen», sprach der Captain das Manko selbst an.

Comeback nach Verletzung

Unter dem Strich aber war er froh über den geglückten Auftakt. Und er war froh, dass er die 92 Minuten in der Hitze durchgehalten hatte. Denn die vergangene Rückrunde verpasste er fast ganz wegen einer Verletzung. «Ich habe hart gearbeitet und fühle mich fit», sagte der Geroldswiler, der vor sechs Wochen zum zweiten Mal Vater geworden ist.

Obwohl der erste Gegner kein Gradmesser war, kann man weissagen: Mit den deutlichen verstärkten Birmensdorfern wird zu rechnen sein in der laufenden Meisterschaft. «Wir haben an Qualität gewonnen, spielerisch gehören wir zu den besten Teams», sagt der frühere Urdorfer Da Costa - um gleich zu warnen: «Gewonnen ist damit noch gar nichts.»