Fussball

Birmensdorf verdient sich das Spitzenspiel

Doppeltorschütze: Birmensdorfs Bruno Da Costa (hinten).

Doppeltorschütze: Birmensdorfs Bruno Da Costa (hinten).

Der FCB gewinnt 3:1 gegen das serbelnde Oetwil-Geroldswil. Dabei war Da Costa die grosse Figur: Er erzielte zwei Treffer und kreierte weitere Möglichkeiten. Damit kommt es morgen in Schlieren zum Duell Zweiter gegen Dritter.

«Ihr seid die Nächsten!» Bruno Da Costa hatte allen Grund, den Mund voll zu nehmen. Nach einer souveränen Darbietung gewann sein Team aus Birmensdorf auch das zweite Limmattaler Fussballderby der Saison. Beim 3:1 in Geroldswil – die Teams tauschten das Heimrecht wegen der besseren Terrainverhältnisse – war Da Costa die grosse Figur. Er erzielte zwei Treffer und kreierte mit seinen schnellen Pässen in die Tiefe weitere Tormöglichkeiten. Seine eingangs erwähnten Worte galten der Schlieremer Delegation mit Antonio Caputo, Maurizio Padula und Michi Costantino, die Birmensdorf im vergangenen Frühling verliessen oder verlassen mussten (siehe gestrige Ausgabe). Im Werd beobachteten die drei ihre nächsten beiden Gegner.

Da Costa und seinen Teamkollegen winkt morgen (10.15 Uhr, Zelgli) die Chance, in Schlieren die Nummer eins der Region zu werden. Sie sind bis auf drei Zähler an den noch ungeschlagenen Lokalrivalen herangekommen und haben weniger Strafpunkte auf dem Konto. «Schlieren muss gewinnen, wir dürfen», stellte FCB-Trainer Fabio Stiz genüsslich fest. Seine Mannschaft dominierte die Partie in Geroldswil in der ersten Halbzeit, verpasste es aber, nach dem ersten Treffer – Da Costa überraschte Torwart Yannick Fux mit einem Freistoss von Grundliniennähe – nachzulegen. Bei diesem Unterfangen gab vor allem Topskorer Aleksandar Petrovic eine unvorteilhafte Figur ab, der in den Schlussminuten doch noch treffen sollte.

Balmer und Wagner unter Druck

Es war in der Endabrechnung ein Match wie das eines Aufsteigers gegen eine arrivierte Mannschaft. Der Underdog setzte zwar vereinzelte Nadelstiche, am Ende triumphierte aber die Klasse. Über einen gelungenen Auftritt freuen konnte sich im FCOG indes aber niemand. Trainer Roger Balmer bekundete während der 95Minuten verschiedentlich seinen Unmut über das Gebotene seines Teams, stellte sich in der Analyse aber vor seine Spieler. «Das war eines der besten Spiele seit langem. Die Mannschaft hat gekämpft, hat alles probiert.» Bis auf den Treffer von
Ahmet Bozova zum 1:1 (72.) war von den Gastgebern wenig sehenswert. Sie operierten zum Graus von Balmer lange Zeit mit hohen, weiten Bällen – ein deutliches Zeichen für die immense Verunsicherung.

Vor Jahresfrist war Oetwil-Geroldswil in Thalwil zum selbst ernannten Schicksalsspiel des damaligen Trainers Andrea Roselli angetreten. Ihm wurde vorgeworfen, das Potenzial des Teams nicht abrufen zu können. Die Limmattaler gewannen 3:1 – der dritte Sieg in Serie und die Punkte acht bis zehn. Roger Balmer und Sportchef Albert Wagner, die beide auf das brachliegende Potenzial hinwiesen, stehen unter Druck. In den verbleibenden drei Vorrundenmatches warten auf ihr Team: Srbija, Schlieren – und Thalwil.

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