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Beim Mentaltrainer, damit die Ruhe auf das Pferd übergeht

Die Dressurtage in Birmensdorf des Kavallerieverein Limmattal fördern interessante Einsichten zutage. Am dreitägigen Anlass überzeugen auch die regionalen Teilnehmern.

Claudine Müggler
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Kathrin Luginbühl vom Reitverein Würenlos auf Fiorano.

Kathrin Luginbühl vom Reitverein Würenlos auf Fiorano.

Claudine Müggler

Unter den vielen Teilnehmern an den Dressurtagen des Kavallerievereins Limmattal findet sich Kathrin Luginbühl. Die 25-Jährige vom Reitverein Würenlos tritt mit ihrem sieben Jahre alten Pferd Fiorano an. Die medizinische Praxisassistentin nimmt einmal in der Woche Reitunterricht in Würenlos, wo sie auch ihr Pferd untergestellt hat. «Darüber hinaus bewege ich Fiorano zwei- bis dreimal pro Woche privat», erklärt sie.

Eliane Rüegg mit herausragenden Leistungen

Aus dem Feld der regionalen Teilnehmer stach die Uitikerin Eliane Rüegg auf Rendezvous heraus. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz war das Mitglied des KV Limmattal die grosse Figur am ersten Tag, der den Lizenzierten vorbehalten war. Vorn mitreiten konnte auch die Urdorferin Liliane Etter mit einem vierten und einem zehnten Rang am zweiten Tag, an dem sich wie am letzten die Nichtlizenzierten massen. Dem einzigen Mann, Gerd Maier aus Oetwil, gelang als Fünfter ein gutes Resultat. Am dritten Tag überzeugte die Birmensdorferin Sabine Taxer mit dem siebten Platz.

Der Wettkampftag in Birmensdorf beginnt für sie früh am Morgen. Da sie am zweiten Tag des dreitägigen Anlasses zu den ersten Starterinnen gehört, klingelt der Wecker bereits um 4 Uhr früh. Um 7.30 Uhr beginnen die Prüfungen. Davor heisst es zunächst erst einmal 30 Minuten einreiten, damit das Pferd warm wird. Bei den Vorbereitungen auf einen Wettkampftag habe sie eigentlich keine speziellen Rituale.

«Ich gehe im Kopf noch einmal die Kür durch, damit ich sie auch sicher weiss und man muss versuchen, das Pferd ruhig zu halten, und zu schauen, dass es nicht zu nervös wird.» Doch auch der Reiter könne etwas dagegen unternehmen, damit das Pferd nicht so nervös sei: «Ich gehe seit einem Jahr ins Mentaltraining, damit ich etwas ruhiger werde, und hoffe, dass ich meine Ruhe auf Fiorano übertragen kann. Grosse Fortschritte habe ich bis jetzt jedoch noch nicht gemerkt», sagt sie offen.
Verbesserung nach Fehlstart
Kurz vor ihrem vierminütigen Programm sagt sie: «Die Nervosität hält sich in Grenzen, ich habe ein gutes Gefühl.» Mit dem Läuten der Glocke geht es los. Doch genau in diesem Moment will Fiorano nicht mehr so ganz wie seine Reiterin. «Beim Einreiten vorher lief es gut, aber als es losging, wurde er ganz verklemmt. Er hörte mir nicht mehr zu und reagierte nicht auf meine Hilfe», führt Luginbühl im Anschluss an ihre Kür etwas enttäuscht aus.

Es reicht schliesslich für den 13. Rang. Am Nachmittag steht die zweite Kür auf dem Programm. «Die hat einen etwas höheren Schwierigkeitsgrad als die am Morgen, doch das sind nicht grosse Unterschiede», erklärt sie.
Nach dieser hat sie ein besseres Gefühl. Es täuscht nicht. Luginbühl und Fiorano verbessern sich und klassieren sich im siebten Rang.

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