Fussball
Beim FC Dietikon bleibt der ganze Staff zusammen

Der FC Dietikon hat in der 2.Liga inter alle Zweifel der Vorrunde ausgeräumt. Sportchef Pietro Iellamo hat mit gelungenen Transfers überzeugt. Er bastelt bereits an der Zukunft.

Raphael Biermayr
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Sportchef Pietro Iellamo (zeigend) steht Trainer Goran Ivelj nah.

Sportchef Pietro Iellamo (zeigend) steht Trainer Goran Ivelj nah.

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Risiken einzugehen ist das eine. Nach auf Fehler daraus reagieren zu können das andere. Aufsteiger Dietikon musste nach der Vorrunde erkennen, dass es in der 2.Liga interregional nicht mehr vor allem mit jugendlicher Unbekümmertheit geht. Zehn Spieler gingen, zehn Spieler kamen.

Die Unkenrufe aus der Nachbarschaft liessen nicht lange auf sich warten. Doch der FCD ist mit seiner rollenden Personalplanung keine Ausnahme in diesen Gefilden. So ist es nicht aussergewöhnlich, dass im letzten Spiel nur noch fünf Spieler in der Anfangsformation standen, die schon dem Kader des Aufstiegsteams vom letzten Jahr angehört hatten.

Die glänzende Seite der Medaille: Von den sechs neuen Akteuren haben einige massgeblichen Anteil daran, dass Dietikon nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat. Torhüter Hamdiu, Verteidiger Stevovic, Mittelfeldspieler Rifino und Stürmer Dimita sind echte Verstärkungen. «Man bemerkt die grosse Erfahrung dieser Spieler», sagt Iellamo, der mit den gelungenen Transfers auch den Abgang Naim Haziris nach Wohlen vergessen gemacht hat. Heute (17Uhr, Rütimatten) will der FCD in Schöftland seine starke Form unterstreichen.

Wenig Änderung das Ziel

Iellamo gefällt nach den ersten Rückrundenspielen besonders die stark verbesserte Defensivarbeit. In den ersten vier Partien der Rückrunde (10 Punkte) kassierten die Limmattaler vier Gegentreffer, in der Vorrunde waren es zum gleichen Zeitpunkt doppelt so viele. Angesichts des Turnarounds erstaunt es nicht, dass Iellamo möglichst wenig Änderung anstrebt. «Der ganze Staff bleibt zusammen», verrät er. Einzige Ausnahme: wenn Erfolgstrainer Goran Ivelj ein Angebot aus dem Profibetrieb erhalten würde. Manchmal scheint es, als stünde Iellamo dem Trainer zu nah. «Es stimmt, ich verstehe mich gut mit Goran, doch man muss Privates und – wenn man so sagen will – Geschäftliches trennen können», sagt er.

Der Sportchef beginnt nächstens mit den Spielergesprächen. Von den aktuell 20 Spielern wolle er «mindestens 17» halten und «zwei, drei» weitere verpflichten. Wie viele es letztlich wirklich sein werden, liegt nicht allein in seiner Macht.