Volleyball
Bei Kanti Limmattal ist der Aufstieg trotz Erfolg kein Thema

Kanti Limmattal spielt an der Spitze der 2. Liga mit, doch eine Rückkehr in die 1. Liga hat keine Priorität. Dafür fehlen derzeit die jungen Zugpferde.

Rainer Sommerhalder
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Heimauftritt der Volleyballer von Kanti Limmattal
17 Bilder
Thomas Schmidli beim Smash.
Thomas Schmidli (links) und Florian Zimmermann beim Block.
Und noch ein Smash von Thomas Schmidli:
Christian Güttinger bei einem Smash.
Stefan Sommer erfolgreich mit einem Lob.
Stefan Sommer beim Smash.
Und wieder überwindet Thomas Schmidli mit einem Smash den Voléro-Block.
Stefan Sommer steigt am höchsten.
Thomas Schmidli mit wuchtigem Abschluss.
Stefan Egli setzt seinen Smash zu hoch an.
Florian Zimmermann (links) und Thomas Schmidli bei der Blockarbeit.
Stefan Egli zirkelt den Ball übers Netz.
Blockarbeit von Kanti Limmattal mit Stefan Egli (rechts) und Florian Zimmermann.
Stefan Egli beim Smash.
Volleyball VBC Kanti Limmattal: Stefan Egli beim Smash.
Christian Güttinger nimmt den Ball ins Visier.

Heimauftritt der Volleyballer von Kanti Limmattal

Rainer Sommerhalder

Bei Kanti Limmattal wartet man auf die nächste Generation. Erst mit ihr soll ein Aufstieg wieder zum Thema werden. «Wir sind zu alt für die 1. Liga. Die meisten Spieler der aktuellen Mannschaft haben bereits in dieser Liga gespielt und brennen nicht auf eine Rückkehr. Bei vielen steht jetzt die Familie im Vordergrund», sagt Captain Nic Hänzi. Für höhere Ziele brauchte es den einen oder anderen Jungen, damit man um sie herum ein schlagkräftiges Team für die Zukunft aufbauen könnte.

Bald wieder Kanti-Junioren

Co-Präsident Silvan Wehrli bestätigt diese Haltung. «Die Lust für einen Aufstieg ist nicht allzu gross.» Nicht nur die erste Mannschaft von Kanti Limmattal, sondern die ganze 2. Liga sei immer mehr am Überaltern, fügt Wehrli an. «Das ist ein Riesenproblem. Es gibt in der Region Zürich nur noch insgesamt fünf Juniorenteams.»

Auch Kanti Limmattal stellt seit mehreren Jahren keine männliche Nachwuchsequipe mehr. Doch im Schatten der ersten Mannschaft, die mit drei Siegen in den ersten drei Partien einen nahezu perfekten Saisonstart hinlegte, wächst ein Versprechen für die Zukunft heran. «Wir haben momentan sieben Junioren im Verein. Ich bin zuversichtlich, dass wir in der nächsten Saison ein Juniorenteam stellen werden», sagt Wehrli.

Die zumindest kurzfristig fehlende sportliche Perspektive der ersten Mannschaft hindert deren Repräsentanten nicht daran, nach einer durchzogenen letzten Saison derzeit wieder mächtig Gas zu geben. Allerdings ging Kanti Limmattal ausgerechnet im Spitzenkampf am Donnerstag gegen die ebenfalls noch ungeschlagenen Altherren von Voléro Zürich das Benzin aus. Nach zwei starken Sätzen liess man ab dem dritten Durchgang merklich nach und musste sich mit 1:3 geschlagen geben. Von Beginn an begegneten sich die beiden mit Routiniers gespickten Mannschaften auf Augenhöhe. Die Limmattaler streuten zu Ende des jederzeit ausgeglichenen Startsatzes einige Fehler zu viel ein und gerieten nach dem 21:25 mit 0:1-Sätzen in Rückstand.

Zu viele Fehler im Spitzenkampf

Im zweiten Durchgang erarbeitete sich Kanti mit gekonnten Smashs schnell eine beruhigende Führung. Doch wieder geriet das Ende des Satzes weniger überzeugend als der Beginn. Nach dem zwischenzeitlichen 14:7 hiess es am Ende «nur» 25:23.

In den Sätzen drei und vier geriet das Heimteam jeweils früh ins Hintertreffen und jagte dem Rückstand mit zunehmender Resignation hinterher. «Voléro hat klar weniger Fehler gemacht», bilanzierte Wehrli. «Bei uns fehlte mit Paul Cherbin der bisher beste Angreifer wegen einer Geschäftsreise. Er hat jeweils in heiklen Situationen gepunktet. Diese Lücke konnten wir heute nicht schliessen», analysierte Captain Hänzi.