Nur ungern erinnern sich die Akteure der Limmattal Wings an den letzten Heimauftritt gegen Bülach. Gleich mit 15:1 wurden die Limmattaler am 17. Februar 2013 von den Eisbären vom Eis gefegt. Zudem fehlten diesmal mit Cyrill Hruby und Hani Weber zwei wichtige Offensivkräfte, was die Aufgabe gegen den letztjährigen Gruppensieger und Topfavoriten alles andere als einfach machte.

Schon früh arg in Rücklage

Lediglich 46 Sekunden waren auf der Eisbahn Tägerhard in Wettingen gespielt und bereits führten die Gäste dank eines Treffers des pfeilschnellen und wirbligen Dominik Gantner mit 1:0. Die mit zahlreichen ehemaligen 1.-Liga-Cracks angetretenen Bülacher blieben spielbestimmend und ein satter Weitschuss von Sandro Moser führte in der 13. Minute zum zweiten Bülacher Treffer. Die Limmattal Wings rafften sich nun auf und tauchten mehrmals gefährlich vor Gästehüter Jan Ganz auf, dennoch blieb der Anschlusstreffer aus. Besser machte es 19 Sekunden vor der ersten Sirene auf der Gegenseite Christoph Hediger, welcher die Hintermannschaft der Wings versetzte und zum 0:3 einschoss.

Beinahe der Limmattaler Anschlusstreffer

Kurz nach dem Seitenwechsel durften die Fans der Limmattaler Wings wieder hoffen. Nachdem Nicolas Gamper an Ganz scheiterte, traf Captain Alexander Marty mit dem Nachschuss zum 1:3. Die Wings waren nun dem Anschlusstreffer nahe, doch fehlte es im Abschluss an der nötigen Cleverness oder an der Klasse des Gästekeepers. In der 37. Minute fiel die Vorentscheidung, als Simon Ehrat in Unterzahl aus spitzem Winkel den vierten Bülacher Treffer markieren konnte. Nur noch Resultatkosmetik war das Tor von Christian Wichser, welcher in der 47. Minute für den 1:5-Endstand besorgt war.

Darauf lässt sich aufbauen

Kein Zweifel, mit Bülach ging der verdiente Sieger vom Eis. Dabei legten sie im Startdrittel die Basis zum Erfolg. «Mein Team stieg mit zu viel Respekt in diese hochstehende und schnelle Partie und wir verpassten im ersten Drittel den Anschlusstreffer. Trotz dieser Niederlage bin ich mit der Mannschaftsleistung zufrieden und auch stolz, zeigten wir doch sehr viel Charakter. Vier Pfostenschüsse sowie ein Lattenschuss zeigten auf, wie wenig fehlte», analysierte Wings-Trainer Mike Weiss.

Obwohl während der Partie mit Lorenz Bertschmann und Trainersohn Dennis Weiss zwei Spieler verletzungsbedingt ausschieden, zeigt sich der Coach zuversichtlich: «Die neu formierte Mannschaft hat bisher nur wenig miteinander trainiert. Doch das Potenzial für eine Spitzenplatzierung ist vorhanden und nun erwarte ich aus den beiden Auswärtsspielen von diesem Wochenende gegen die ZSC Lions und Sursee sechs Punkte».