2. Liga Eishockey

Befreiungsschlag – Urdorf schlägt Schaffhausen mit 5:4

Urdorf hat einen wichtigen Sieg errungen und Schaffhausen mit 5:4 bezwungen. Damit haben die „Stiere“ ihre Negativserie erst einmal gestoppt.

Am Schluss mussten die Urdorfer nochmals zittern. 100 Sekunden vor Spielende wurde Jann Schmid beim Stande zum 5:3 auf die Strafbank geschickt, und kurz darauf nahmen die Schaffhauser ihren Goalie raus. Damit konnten sie in doppelter Überzahl agieren. Die „Stiere“ standen jetzt nur noch im eigenen Drittel und wehrten sich nach Kräften.

Doch dann passierte es: Severin Schenk erzielte den Anschlusstreffer zum 4:5. Und das vierzehneinhalb Sekunden vor Schluss. Die Schaffhauser kamen nochmals an die Scheibe, versuchten, diese irgendwie aufs Tor zu bringen – und dann ertönte die Schlusssirene. Keine Sekunde zu früh für die Urdorfer.

Unglückliche Gegentore

Damit hatten die „Stiere“ nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder mal ein Spiel gewonnen. Und das, obwohl sie bis zur Spielhälfte noch in Rückstand gelegen hatten – wegen zweier unglücklicher Gegentore. Beim ersten lenkte Thomas Wigger einen Schuss von Severin Schenk ins eigene Tor ab, und das zweite kassierten die Urdorfer in Unterzahl – wegen einer umstrittenen Strafe. „Wichtig war, dass wir da nicht auseinandergebrochen sind“, meinte Urdorfs Trainer Thomas Heldner. „Und dass wir dann das Anschlusstor erzielt haben.“

Kollektiv stimmt

Dieses entstand nach einem Konter. Die Gäste hatten im Drittel der „Stiere“ ein eigentliches Powerplay aufgezogen, als die Scheibe plötzlich zu Marc Bender an der blauen Linie kam. Der stürmte zusammen mit Boris Otypka los, nur noch ein Schaffhauser Verteidiger war hinten. Bender passte zu Otypka und dieser zurück auf Bender, der dann das 1:2 erzielte. Ein herrlich herausgespieltes Tor.

Der Treffer gab den Urdorfern sichtlich Auftrieb. Sie spielten danach deutlich druckvoller als noch im ersten Drittel, das von vielen Fehlpässen und Scheibenverlusten geprägt war. „Wir wollen auch keinen Schönheitspreis gewinnen“, meinte Heldner dazu. „ Wir haben auf dieselbe Weise gegen auch gegen Küssnacht am Rigi gewonnen.

Entscheidend ist, dass das Kollektiv gestimmt und der Block als Ganzes funktioniert hat.“ Und wohl auch, dass Schaffhausen mit zunehmender Spieldauer den Faden verlor und sich viele unnötige Strafen leistete. So erzielten die Urdorfer drei ihrer fünf Tore in Überzahl.

Nun wollen die „Stiere“ dieses Erfolgserlebnis auch mental auskosten. „Wir haben nun zwei Trainings bis zum nächsten Spiel“, sagte Heldner. „So lange wird die Euphorie anhalten.“ Dass seine Spieler zu euphorisch werden, glaubt er nicht: „Wir wissen ja, wo wir in der Tabelle stehen.“ Momentan ist das Platz 9. Damit hat Urdorf fürs Erste die rote Laterne abgegeben.

EHC Urdorf – EHC Schaffhausen 5:4 (0:1, 3:1, 2:2)

KEB Weihermatt. – 122 Zuschauer. – SR Zambonin, Mattli. – Tore: 15. Schenk (Sdovc, Högger) 0:1. 22. Gerber (Cristelotti, Högger; Ausschluss Kunz) 0:2. 25. Bender (Otypka) 1:2. 30. Kunz (Schmid; Ausschluss Schwarz) 2:2. 35. Otypka (T. Landis, Hauser; Ausschluss Schwyn, Christelotti) 3:2. 47. Studer (T. Landis; Ausschluss Schaefle) 4:2. 50. Uehlinger (Brunella; Ausschluss Wigger) 4:3. 50. Bender (T. Landis, Hauser) 5:3. 60. Brunella (Gerber, Uehlinger; Ausschluss Schmid) 5:4. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Urdorf; 7-mal 2 Minuten gegen Schaffhausen. – Urdorf: Wassmer; Brasser, Hauser; Birrer, Bucher; Erb, Haas; Bender, Otypka, T. Landis; Wigger, Studer, Novkovic; Schmid, Schöb, Kunz. – Schaffhausen: Waber; Schwarz, Thiemeyer; L. Spillmann, Glauser; Schwyn, Uehlinger, Brunella; Gerber, Schaefle, Cristelotti;: Schnek, Högger, Sdovc; Farner.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1