Handball

Balanceakt zwischen Ausbildung und Sport

Jonas Affentranger schafft die Doppelbelastung Handball und Studium problemlos.

Jonas Affentranger schafft die Doppelbelastung Handball und Studium problemlos.

Er ist 21 Jahre alt und schon eine feste Grösse im Nationalliga-A-Klub HSC Suhr Aarau. Doch der Rückraumspieler Jonas Affentranger aus Dietikon will noch mehr erreichen – in Sachen Handball und auch im Studium.

«Recht zufriedenstellend»: Mit diesen Worten umschreibt der Dietiker Handballer Jonas Affentranger seine bisherige sportliche Leistung in dieser Saison. «Sehr positiv» würde es wohl eher treffen. Doch Affentranger bleibt lieber bescheiden und lässt seine Taten sprechen.

«Ich musste mich zuerst an den deutlich höheren Trainings- und Spielbetrieb gewöhnen, um einen Stammplatz zu erobern», sagt er. Seit eineinhalb Jahren trägt der ehemalige HC-Dietikon-Urdorf-Spieler die Farben von Suhr Aarau und «das wird mindestens nochmals eineinhalb Jahre der Fall sein», so Affentranger, der beim HSC fünfzig Prozent «angestellt» ist. Dann nämlich schliesst der gelernte Informatiker sein Studium in Unternehmensinformatik ab. Danach ist alles möglich.

«Ich würde gerne Profisportler werden - in der Schweiz oder auch im Ausland», so der 1,93 Meter grosse Rückraumspieler. Aber das sei bekanntermassen extrem schwierig. Er wolle auf jeden Fall noch mehr erreichen in Sachen Handball. «Das solls noch nicht gewesen sein», fügt Affentranger halb schmunzelnd, halb ernst an. «Sollte ich nach Beenden des Studiums ein entsprechendes Angebot erhalten, dann gibts kein Halten mehr», sagt er und in seinen sonst ruhigen und besonnenen Augen blitzen Leidenschaft und Ehrgeiz auf.

Doch vorerst gibt er für seinen aktuellen Verein Vollgas. Im Aargauer NLA-Klub stimmt für den Dietiker einfach alles: das motivierte Trainer-Duo Navarin/Romeo, die neue Vereinsleitung und die Teamkollegen. «Ich fühle mich rundum wohl», so Affentranger.

Als Dietiker und ehemaliger HCDU-Spieler fühlt er sich immer noch stark mit seinem Ex-Klub verbunden. «Einige meiner engsten Freunde spielen immer noch bei Dietikon-Urdorf und auch sportlich verfolge ich die Entwicklung mit grossem Interesse», so Affentranger. Dass es den Limmattaler Erstligisten nicht besonders gut läuft, das gehört für ihn dazu.

«Im Sommer hat es einen grossen Umbruch gegeben, viele neue Spieler sind dazugestossen. Das braucht seine Zeit», sagt der 21-Jährige. Wenn hart gearbeitet wird, dann muss auch etwas rausschauen, davon ist Affentranger überzeugt. Und an diesen Grundsatz hält er sich auch selbst - im Sport, im Studium und im Leben.

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