Fussball
Badens Captain freut sich aufs Wiedersehen mit der alten Liebe aus Zürich

Luca Ladner vom FC Baden hofft gegen seinen früheren Klub FC Zürich auf eine Cup-Sensation. Beim Spiel am Samstag trifft der Weininger, der hauptberuflich als kaufmännischer Angestellter arbeitet, auf zwei alte Bekannte.

Ruedi Kuhn
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Der Alltag eines Amateurfussballers: Luca Ladner arbeitet als kaufmännischer Angestellter.

Der Alltag eines Amateurfussballers: Luca Ladner arbeitet als kaufmännischer Angestellter.

Alex Spichale

Luca Ladner sitzt in seinem Büro an der Zürcherstrasse in Unterengstringen und übt seinen Beruf als kaufmännischer Angestellter aus. Der 24-Jährige arbeitet für das TC Training-Center Schweiz AG, ist für die Mitglieder-Verwaltung zuständig und hilft in der Buchhaltung mit. «Der 70-Prozent-Job macht mir Spass», sagt Ladner. «Den Sport sehe ich als idealen Ausgleich. Fussball ist und bleibt meine grosse Leidenschaft.»

Aussenseiterchancen für den FC Baden

Am Nachmittag gönnt sich Ladner zwei, drei Stunden Freizeit und erledigt Haushaltpflichten – gegen Abend geht’s ab ins Stadion Esp in Dättwil. Der Mittelfeldspieler trainiert viermal pro Woche mit dem FC Baden. In der Woche nach der 1:2-Niederlage im Derby gegen den SC Zofingen richtet sich der Fokus voll und ganz auf den Cup-Achtelfinal gegen den FC Zürich. Das Duell entbehrt keinesfalls einer gewissen Brisanz. Baden ist zwar Aussenseiter, aber der vermeintlich übermächtige Gegner konnte in den vergangenen Wochen nicht überzeugen, verlor zuletzt in Thun 1:2 und steckt zumindest in einer Resultatskrise.

Immer wieder beim FCZ gelandet

FC Baden - FC Zürich oder Amateurverein gegen Profiklub heisst die reizvolle Affiche: Und Ladner ist mitten drin. Mehr noch. Der Captain des 1.-Ligisten wird gegen den Super Ligisten unter besonderer Beobachtung stehen. Ein Blick auf seine bisherigen Vereine zeigt, dass der FC Zürich eine Hauptrolle spielte: GC, FCZ, Wohlen, FCZ, FC Schaffhausen, FCZ und Baden heissen Ladners Karrierestationen. «Bei den Zürchern durfte ich vor fünf Jahren meine Profikarriere lancieren. Der Verein bedeutet mir viel», erklärt Ladner. «Nun spiele ich allerdings schon in der dritten Saison für Baden. Hier gefällt es mir ausgezeichnet», fügt er hinzu. «Der Klub funktioniert wie eine Familie, das Umfeld ist perfekt, die Infrastruktur ist hervorragend und die Fans sind super.»

Ladner gegen Buff und Schönbächler

Am Samstag um 15 Uhr kommt es also zum Duell David gegen Goliath. Wer weiss? Vielleicht macht Ladner den Unterschied. Drei Tore hat die Nummer 17 des FC Baden in dieser Saison schon erzielt. Ladner bleibt realistisch und sagt: «Wir sind klarer Aussenseiter und brauchen für ein Erfolgserlebnis ein kleines Wunder.» Während der Partie gegen den FCZ wird Ladner wohl auch auf seine Kollegen Oliver Buff und Marco Schönbächler treffen. Drei Limmattaler auf engstem Raum? Kann das gut gehen? «Es muss», sagt der Weininger mit einem Schmunzeln. «Nein, im Ernst. Wir verstehen uns ausgezeichnet.»