Nachgefragt
Baden Regio Präsident: «Ich habe das Goldspiel auf Youtube angeschaut»

Manfred Item ist der Präsident des Curling Klubs Baden Regio. Für seinen Verein sind auch die Weltmeisterinnen um Skip Alina Pätz gestartet.

Timon Richner
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Die Urdorferin Alina Pätz (rechts) holte WM-Gold mit ihrem Curlingteam. Am Flughafen werden die Sportlerinnen mit tosendem Applaus empfangen.

Die Urdorferin Alina Pätz (rechts) holte WM-Gold mit ihrem Curlingteam. Am Flughafen werden die Sportlerinnen mit tosendem Applaus empfangen.

Anina Gepp

Manfred Item, wie haben Sie den Erfolg der Badener Goldfrauen miterlebt?

Manfred Item: Ich habe das Spiel auf dem Youtube-Kanal angeschaut. Für eine Fan-Reise nach Sapporo hätte der strenge Klubpräsident sicher kein Geld gesprochen (lacht).

Sie haben bereits vor der WM gesagt, dass Sie Alina Pätz und ihren Teamkolleginnen eine Medaille zutrauen. Nun ist es sogar Gold.

Ich bin ein Optimist, dass es aber gleich für Gold reicht, ist fantastisch. Die Frauen haben an ihrer ersten WM toll gespielt und absolut verdient gewonnen. Beim Curling liegen Erfolg und Niederlage jedoch sehr nahe beieinander. Das nötige Glück war auf unserer Seite.

Organisieren Sie nun einen Empfang für Alina Pätz und Co.?

Der Schweizerische Curlingverband organisierte einen Empfang am Flughafen Zürich. Die Frauen landeten am Montag. Ich vermute, dass danach auch die Heimatgemeinden und Sponsoren der Frauen Empfänge veranstalten werden. Bei uns wird es eher später mal noch einen Apéro geben.

Was bedeutet dieser Erfolg für den Curling Club Baden Regio?

Das ist schwierig zu sagen. Es ist für uns natürlich eine gute Werbung. Der Hype wird sich aber wieder legen. Ich erwarte auch nicht, dass nun Hunderte Menschen mit dem Curlingspielen anfangen wollen.

Lediglich die Urdorferin Alina Pätz stammt aus der Region Baden.
Wieso starten die Curlerinnen überhaupt für Baden Regio?

Das hängt damit zusammen, dass wir in unserer Curlinghalle elf Monate im Jahr Eis zur Verfügung stellen können. Ich denke, dass das mit ein Grund war, weshalb das Team uns angefragt hat. Zudem ist Baden sehr zentral gelegen und für die Spielerinnen schnell über die Autobahn zu erreichen.