Wasserball
Aufbruchstimmung beim WSV Dietikon: Mit altem Kern zu neuen Ufern

Der ehemalige Nationalspieler Christian Grau kehrt in die 2. Liga nach Dietikon zurück. Zusammen mit dem alten Kern von 2007 will das Team von der untersten Spielklasse in die 1. Liga aufsteigen.

Marc Friedli
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Die Routiniers von 2007 sind wieder vereint: Rückkehrer Christian Grau (4. v.l.) geht dabei als Schlüsselspieler ins Wasser. Marc Friedli

Die Routiniers von 2007 sind wieder vereint: Rückkehrer Christian Grau (4. v.l.) geht dabei als Schlüsselspieler ins Wasser. Marc Friedli

Seit dem Rückzug aus der NLB dümpelt der WSC Dietikon in der 2. und damit untersten Liga der Schweiz herum. Damit soll jetzt Schluss sein. Auf die neue Saison verstärkten sich die Dietiker mit namhaften Rückkehrern, allen voran Christian Grau. Der Urdietiker wechselt vom NLB-Team Zug zurück zu seiner alten Wirkungsstätte, wo er seine Karriere begann. «Für mich war immer klar zurückzukehren und ich freue mich wieder hier zu sein», kommentiert Grau den Wechsel und sagt weiter: «Ich wohne und arbeite hier, spiele mit meinen Freunden zusammen. Ich geniesse es.» Der Primarlehrer ist augenfällig glücklich wieder zurück zu sein.

2007 verliess der damals 25-Jährige Dietikon in Richtung Langenthal, zum NLA-Spitzenteam Frosch Aegeri. Grau überzeugte in seiner ersten Saison und wurde für die Nationalmannschaft berufen. Doch Verletzungen im Schulter- und Kniebereich warfen den Limmattaler immer wieder zurück und verhinderten den endgültigen Durchbruch. Nach vier Jahren in Aegeri versuchte er sein Glück in der NLB bei Zug. Dort wurde Grau zum Captain ernannt und spielte zwei Jahre erfolgreich, ehe ihn erneut das Verletzungspech erwischte. Darauf beschloss Grau, zurück nach Dietikon zu wechseln. Auf die neue Aufgabe freut sich der Torjäger. Neben Toren schiessen, will er den Verein langfristig gut aufstellen.

Ihm am Herzen liegt die Integration von jungen Spielern und deren Entwicklung. «Die Jungen brauchen dafür vor allem Wasserzeit», und ergänzt, «einige Tipps kann ich sicherlich mitgeben.»

Neben Grau kehren mit Spielertrainer Patrick Siegfried und Oliver Hofstetter zwei weitere ehemalige NLB Akteure zurück. Der alte Kern ist wieder vereint, plant man in Dietikon Grosses? «Wir sind zu alt für die NLB», winkt Grau schmunzelnd ab, fügt aber hinzu, dass es für die 1. Liga reichen könne. In Dietikon weht frischer Wind. Vereinspräsident Stefan Sauter ist optimistisch: «Wir wollen dieses Jahr aufstiegen, zusätzlich wollen wir nächstes Jahr eine zweite Mannschaft anmelden». Entscheidend wird sein, wie gut der alte Kern mit den jungen Spielern harmoniert.

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