HC Dietikon-Urdorf
Auf Mallorca sagte Ricardo Rüegg dem HC Dietikon-Urdorf zu

Der HC Dietikon-Urdorf setzt auf einen Rückkehrer und eine schnellere Spielweise in der neuen Saison. Um die vorgegebenen Ziele zu erreichen, steigt der HCDU in ein hartes Sommertraining ein, bei dem ordentlich geschwitzt wird.

Rainer Sommerhalder
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So hart ist das Sommertraining des Handballclubs Dietikon-Urdorf
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Ricardo Rüegg (links) und Oliver Anderegg
Luzi Tiefenauer (links) und Tarek Grendelmeier (hinten Trainer Claude Bruggmann)
Oliver Anderegg vor Trainer Claude Bruggmann
Ricardo Rüegg (links) und Spielertrainer Claude Bruggmann beim Sprinttraining

So hart ist das Sommertraining des Handballclubs Dietikon-Urdorf

Rainer Sommerhalder

Claude Bruggmann, der Spielertrainer des Erstligisten HC Dietikon-Urdorf, hat es derzeit mit den Inseln. Letzte Woche, bei der Saisonabschlussreise nach Mallorca, gab ihm der aktuelle GC-Spieler Ricardo Rüegg das Ja-Wort für nächste Saison. Mitte Juni folgt Bruggmanns Freundin mit dem Bund fürs Leben. Die Flitterwochen verbringt das Brautpaar auf den Fidschi-Inseln. Motivation auf allen Ebenen.

Davor und danach wird im Auftrag des Sports geschwitzt. Seit drei Wochen befindet sich der HCDU im Sommertraining. Dreimal pro Woche wird gerannt, gesprintet, Gewicht gestemmt und... Handball gespielt. Das langjährige Teammitglied Luzi Tiefenauer sagt zur ersten Saisonvorbereitung unter Bruggmann: «Positiv finde ich, dass wir im Unterschied zu früheren Jahren bereits jetzt mit dem Ball trainieren. Schliesslich haben wir alle diesen Sport nicht wegen des Lauftrainings gewählt.»

Der Trainer selbst, der auch nächste Saison «punktuell als Unterstützung, aber nicht schon in der ersten Minute der ersten Meisterschaftspartie» ins Spielgeschehen eingreifen will, begründet den frühen Einstieg ins Hallentraining mit den Defiziten der letzten Saison. «Unser taktisches Gerüst war zu wenig variabel. Wir wollen insbesondere eine schnellere erste Welle fahren, also wieder vermehrt auf Gegenstösse setzen», sagt Bruggmann. Als absolutes Minimalziel für die kommende Saison nennt er das Übertreffen der diesjährigen Punktzahl (22 Zähler). «Weniger wäre für mich eine Katastrophe.» Mehr hingegen ist für den ehrgeizigen Chef willkommen, wenn nicht sogar Pflicht.

Rüegg kehrt zurück

Helfen soll dabei neben der Diversifizierung des taktischen Gerüsts die Rückkehr von NLB-Spieler Ricardo Rüegg, der von 2008 bis 2011 bereits drei Saisons mit dem HCDU absolviert hatte, danach zu den Grasshoppers wechselte, dort aber wegen einer längeren Verletzungspause ein wenig den Anschluss verloren hat. «Er wird unseren Rückraum mit Imhof, Wallisch und Tiefenauer klar verstärken», sagt Bruggmann und betont, dass ihm die ersten Eindrücke von Rüegg im Training sehr gefallen hätten. Nur punkto Kondition muss der Neuzugang noch aufholen.

Die nicht vorhandene «Transferkasse» verhindert weitere HCDU-Zuzüge. Bruggmann will dafür das 17-jährige Eigengewächs Daniel Burla einbauen, freut sich über die Rückkehr des langzeitverletzten Andreas Regner als zweitem Torhüter und will als Vorsichtsmassnahme noch einen dritten Torhüter verpflichten. Nicht mehr dabei im 16-Mann-Kader ist Yves Barben, der sich auf sein Studium konzentriert. Los geht die Meisterschaft Mitte September. Bis dahin wird bei Bruggmann und Co. noch viel Schweiss fliessen – sei es im Training oder auf den Fidschi-Inseln.