Faustball
Auch auf dem Rasen ist der Titel das erklärte Ziel

Die Schlieremer NLA-Frauen schaffen nach dem Hallenmeistertitel auch den Sprung in die Rasen-Playoffs. Die Faustballerinnen wollen auch auf der grünen Unterlage Gold holen. Druck setzen sie sich aber keinen auf.

Olivier Winistörfer
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Nach dem Hallenmeistertitel erreichen die Schliemerinnen auch auf Rasen die Finalspiele.
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VBS-Spielertrainerin Sabine Pfister trifft im 5. Satz zur 8:3 Führung
VBS-Captain Tabea Estermann. Hinten Betreuerin Simone Eicher
Dynamisch: Schlierens Nationalspielerin Michelle Fedier
Patricia Koruna wehrt einen Schuss ab

Nach dem Hallenmeistertitel erreichen die Schliemerinnen auch auf Rasen die Finalspiele.

Otto Lüscher

Ein grosser Schritt in Richtung Saisonziel konnten die zweitplatzieren Schlieremerinnen am letzten Wochenende machen: Das Team von Simone Eicher wollte in der zweitletzten Runde in der heimischen Unterrohr die entscheidenden Punkte holen, um sich noch vor der Sommerpause einen Platz in den Finalspielen zu sichern. Die Aufgabe war jedoch nicht einfach, warteten mit Diepoldsau und Jona doch sowohl der direkte Verfolger als auch der Leader auf die Limmattalerinnen.

Kein Druck trotz Erfolg

Dabei standen die Schlieremerinnen in diesem Jahr bereits in einem Finalspiel – und waren erfolgreich: Simone Eichers Team konnte sich in der Hallenmeisterschaft die Goldmedaille sichern; dies nach einer langen Durststrecke für die sonst so erfolgsverwöhnten Limmattalerinnen. Diese Goldmedaille übe aber keinen Erfolgsdruck aus: «Dieser Titel ist sicher sehr erfreulich, aber zu sagen, dass wir deshalb auch auf dem Rasen Favoriten sind, wäre falsch. Faustball ist dafür zu verschieden auf Rasen und in der Halle.»

Dazu kämen auch Kadermutationen, wie Simone Eicher erklärt. Das Team habe aber trotzdem das grosse Ziel vor Augen: «Wir wollen auch in der Rasenmeisterschaft den Sprung ins Finale schaffen und dort um Gold kämpfen. Dafür müssen wir aber an einigen Punkten arbeiten und eine gute Leistung abrufen.»

Harte Duelle

So hatten die Schlieremerinnen die Chance, den Sack vor heimischem Publikum zuzumachen; doch den Limmattalerinnen wurde alles abverlangt: In sengender Hitze lieferten sich die Limmattalerinnen und ihre Verfolgerinnen aus Diepoldsau eine hart umkämpfte Partie. Simone Eichers Team bekundete in der Defensive einige Mühen; doch Schweizer Nationalspielerin Michelle Fedier konnte mit einigen schönen Punkten den Limmattalerinnen einen 3:2-Sieg sichern.

Zuversichtlich starteten die Schlieremerinnen dann auch ins Spitzenduell gegen Jona; dort lief anfangs sogar alles nach Wunsch: Die Limmattalerinnen konnten den ersten Satz gegen Jona mit 11:9 gewinnen – es roch nach Revanche für die 0:3-Niederlage im Direktduell. Doch die St. Gallerinnen erhöhten das Tempo und drehten die Partie zu einem 3:1. Simone Eicher sah den Grund für diesen Turnaround auch teilweise in den eigenen Reihen: «Wir haben nach dem ersten Satz zu viele Fehler in der Defensive gemacht und so wichtige Punkte verschenkt. Jona nutzte diese dann eiskalt aus.»

Pace hoch halten

Nun wartet die Sommerpause auf die NLA-Teams; dies wegen der Faustball-Weltmeisterschaft in Dresden, bei der mit Michelle Fedier und Patricia Koruna auch zwei Spielerinnen des STV Schlierens dabei sein werden. Trainerin Simone Eicher will aber auch mit dem gesamten Team den Trainingsrhythmus hoch halten: «Wir haben vor den Finalspielen noch eine Runde im August; wir müssen sofort wieder bereit sein und deshalb werden wir so weiter trainieren.» Vor allem in der Defensive soll gearbeitet werden: «Wir dürfen keine Bälle mehr verschenken, wenn wir den Finaleinzug schaffen und um Gold kämpfen wollen. Wir werden deshalb weiter hart trainieren.»