Dietikon
Attila Trösch will in Denver die Schweiz und das Limmattal würdig vertreten

Der Dietiker Attila Trösch fährt im Juli an die Lacrosse-Weltmeisterschaft in Denver. Er erklärt, wie die Chancen der Schweizer stehen.

Jan Arnet
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Bereit fürs WM-Abenteuer: Attila Trösch.

Bereit fürs WM-Abenteuer: Attila Trösch.

Jan Arnet

Mit den Zürcher Lions hat Attila Trösch 2013 die Schweizer Meisterschaft im Lacrosse gewonnen. Mit der Schweizer Nationalmannschaft fährt der 25-jährige nächste Woche an die Weltmeisterschaften in Amerika. Für dort setzt er sich und der Nationalmannschaft ein realistisches Ziel.

Attila Trösch, welche Ziele hat sich die Schweizer Nationalmannschaft für die WM gesetzt?

Attila Trösch: Ein konkretes Ziel gibt es nicht. Ich denke, wir sollten realistisch bleiben und uns nicht allzu grosse Hoffnungen auf den WM-Sieg machen. Mit den USA, Kanada und Japan sind grosse Kaliber dabei, die uns überlegen sind. Wenn wir es in die Top 15 schaffen, wäre das gut. Ein Platz in den Top 10 wäre ein Highlight.

An den bisherigen elf Weltmeisterschaften konnten mit den USA (neun Mal) und Kanada (zwei Mal) nur zwei Teams den Titel holen. Was ist der Grund für diese Überlegenheit?

Man sieht, wor Lacrosse seinen Ursprung hat. In Amerika gibt es viele College-Mannschaften. Die Nachwuchsförderung ist daher auch sehr hoch. Um mit diesen Teams mithalten zu können, müssen die Europäer mehr Wert auf den Nachwuchs legen. Zudem ist Lacrosse in Nordamerika eine Profisportart.

Die Schweizer Gruppengegner in Denver heissen Lettland, Schottland und Thailand. Wie stehen die Chancen auf ein Weiterkommen?

Lettland und Thailand sind bestimmt schlagbar. Wir hatten zwar noch keine Direktduelle gegeneinander, dennoch rechne ich uns gute Chancen auf einen Sieg aus. Gegen die Schotten sind wir klarer Aussenseiter. Schottland ist zusammen mit England und Irland die dominierende Macht in Europa. In Grossbritanien ist Lacrosse verwurzelt. Dort existiert der Sport länger als in der Schweiz. Allerdings denke ich, dass wir Schweizer uns in den letzten Jahren enorm steigern konnten – ein Sieg ist nicht unmöglich.

Was bedeutet es für Sie, die Schweiz in der Randsportart Lacrosse vertreten zu dürfen?

Es ist eine grosse Ehre für mich. Nach der Weltmeisterschaft 2010 in Manchester und der EM 2012 in Amsterdam ist es meine dritte Teilnahme an einem grossen internationalen Turnier. Mit dabei zu sein, bedeutet mir jedes Mal sehr viel. In der Schweiz gibt es keine Profi-Lacrossespieler. Wir sind Hobbysportler und werden unser Bestes geben, um unser Land würdig zu vertreten.

Letztes Jahr sind Sie mit den Zürcher Lions Schweizermeister geworden. Gelingt die Titelverteidigung?

Im August beginnt die Meisterschaft. Wir werden bestimmt die Favoriten sein. Zurecht, schliesslich spielen im 23-Mann Kader der Nati zehn Spieler der Lions. Zudem konnten wir auch den Cup gewinnen.