Unihockey
Arg dezimiertes Limmattal mit ehrenvoller Niederlage nach Penaltyschiessen

Zum Abschluss der 2.-Liga-Vorrunde reisten die Limmattaler unter schlechten Vorzeichen nach Langenthal. Das arg dezimierte UHL unterliegt Langenthal Aarwangen 4:5 nach Penaltyschiessen.

Merken
Drucken
Teilen
Abwehrarbeit

Abwehrarbeit

Limmattaler Zeitung

Die vergangenen zwei wegweisenden Spiele und der Anschluss an die Spitze gingen verloren, dazu wurde die Absenzenliste immer länger. Zudem gilt Unihockey Langenthal Aarwangen (ULA) als Angstgegner der Limmattaler, konnte sie doch noch nie einen Ernstkampf gewinnen.

Der Ausgangslage entsprechend versuchten die Gäste im ersten Drittel den Schaden in Grenzen zu halten, was ihnen ausgezeichnet gelang. Nach einem sehr disziplinierten Auftritt resultierte eine 1:0-Führung.

Diese sollte aber nicht lange halten. Bereits nach 14 Sekunden im Mittelabschnitt reüssieren die Gastgeber ein erstes Mal. ULA erhöhte nun das Tempo und zwang damit die Limmattaler, die mit nur zwölf Feldspielern (darunter drei U21-Junioren) antreten mussten, vermehrt zu Fehlern. Dieser Umstand hatte Auswirkungen auf das Resultat. Nach 37 Minuten stand es 4:1. Aber Totgesagte leben länger.

Begünstigt durch Strafen gegen die Gastgeber erzielten die Limmattaler wenige Sekunden vor der zweiten Pause in doppelter Überzahl das 4:2 durch Verteidiger Cyril Bouquet. Durch diesen wichtigen Treffer fasste UHL neuen Mut für das letzte Drittel. Dieses begann aber wieder schlecht für das Trüppchen von Coach Urs Kuhn, denn Luca Hänni wanderte kurz nach Wiederbeginn wegen einer Unbeherrschtheit gegenüber den Unparteiischen auf die Strafbank.

Limmattaler Aufholjagd

Dass UHL die heikle Phase unbeschadet überstand, war nicht nur Beweis dafür, dass die Limmattaler ihre defensive Stabilität aus dem ersten Drittel wiedergefunden hatten, sondern auch der Schlüssel zur Rückkehr in die Partie. Denn statt 5:2 für ULA stand es kurze Zeit später durch den Treffer von Pascal Meier nur noch 4:3.

Wütende Angriffe der Berner machten die Limmattaler Aufholjagd in der Folge zum Balanceakt. UHL behielt das Gleichgewicht. Mit vereinten Kräften hielten die Gäste den Berner Angriffen stand und erzielten sechs Minuten vor dem Ende den verdienten Ausgleich zum 4:4 durch Hänni, der in der letzten Minute den Matchball auf dem Stock hatte – drüber.

Die Entscheidung sollte schliesslich im nicht minder hektischen Penaltyschiessen fallen. Nach insgesamt 16 Versuchen, zwei aberkannten UHL-Treffern, ebenso vielen Regelbuch-Konsultationen der Schiedsrichter und vielen Diskussionen jubelten letztlich die Langenthaler. Und bei den Gästen wusste niemand, ob man sich nun ärgern oder auf die Schultern klopfen sollte.

Aufgrund der schlechten Vorzeichen dürfen die Limmattaler mit dem gewonnenen Punkt zufrieden sein. Aber wer mit dem letzten Aufgebot gegen den Angstgegner einen 1:4-Rückstand wettmacht und diesen an den Rand einer Niederlage bringt, hätte mehr verdient. (tm)