Unihockey
«Anfangs Saison hätten wir vom Potenzial her mehr erwartet»

Limmattal liegt nach den ersten fünf Runden in der 2. Liga auf Rang sechs. Der neue Trainer Rico Polo nennt die Gründe, weshalb das Team nicht weiter vorne zu finden ist und was noch alles möglich ist.

Fabian Kleeb
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Rico Polo dirigiert an der Seitenlinie sein neues Team.

Rico Polo dirigiert an der Seitenlinie sein neues Team.

Otto Lüscher

Rico Polo, Sie haben die erste Mannschaft von UH Limmattal auf diese Saison hin übernommen. Haben Sie sich gut eingelebt?

Rico Polo: Ja, ich habe mich sehr gut eingelebt. Der Verein ist sehr freundlich und familiär, zudem spürt man grosses Engagement. Dies machte das Ganze für mich einiges einfacher.

Entspricht der Start mit sechs Punkten aus den ersten fünf Partien Ihren Erwartungen?

Zuerst einmal ist es ein Fakt, das dies so ist. Anfangs Saison hätten wir vom Potenzial her mehr erwartet. Wir mussten aber aufgrund diverser Verletzungen und Absenzen feststellen, dass jeder Sieg hart erkämpft werden musste. Die Leistung stimmte jeweils bis auf die letzte Partie in Obersiggenthal. So gesehen ist der Saisonstart in Ordnung.

Nach der Niederlage im Auswärtsspiel gegen Obersiggenthal gab es eine dreiwöchige Meisterschaftspause. Was konnte in dieser Zeit verbessert werden?

Meine Spieler verstehen die Situation nun besser. Man hatte höhere Erwartungen. Wir mussten nun feststellen, dass mit dem knappen Kader alles etwas beschwerlicher ist. Dies ist nun in den Köpfen der Akteure besser sensibilisiert.

Sie sagten zu Beginn der Saison, das Wichtigste sei, das Spielsystem Ihres stark veränderten Teams zu perfektionieren. Inwiefern ist dies bisher gelungen?

Diesbezüglich sind wir auf dem richtigen Weg. Das Offensivspiel ist komplett anders als in der letzten Saison. Wir spielen neu mit fünf Offensiv-Akteuren, dies hat sich bisher positiv bewährt. In der Defensive sind wir noch nicht da, wo wir sein wollen.

Siege und Niederlage wechselten sich bisher munter ab. Fehlt es noch an der Konstanz?

Es liegt weniger an der Konstanz, als vielmehr an den individuellen Fehlern der Spieler. Vieles ist auf das schmale Kader zurückzuführen.

Wie viel trug die teilweise ungenügende Chancenverwertung Ihres Teams zum mässigen Saisonstart bei?

In vier Spielen hatten wir mehr Abschlüsse und waren gefährlicher als die Gegner im ersten Drittel. Trotzdem gingen wir jeweils mit einem Rückstand in die erste Pause. Es war bisher definitiv eine Schwäche. Das neue Offensivsystem braucht halt Zeit. Die umfunktionierten Verteidiger müssen zuerst lernen, gefährliche Knipser zu werden.

Was ist in dieser Spielzeit rangmässig noch möglich?

Bis auf Rang eins und zwei ist alles möglich.

In zwei Jahren will UHL in die 1. Liga. Verläuft im Hinblick darauf alles nach Plan?

Mit gegebenen Mitteln läuft es nach Plan. Es ist kein einfacher Weg, aber die Strukturen sind bereit für diesen Schritt. Fraglich ist lediglich, ob wir es auch rein sportlich vollbringen.

Heute kommt das viertplatzierte Langenthal Aarwangen nach Urdorf. Um den Kontakt zur Spitze nicht vollständig zu verlieren, braucht es einen Sieg. Wie grosse Chancen rechnen Sie sich aus?

In Prozent: 70 zu 30 für uns. Ich glaube fest daran, dass wir in dieser Gruppe jeden schlagen können.

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